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IndustrialFlow: CI/CD-Plattform für SPS, Leittechnik und OTAI

// Der Weg: Aufbau → Maschinenbau & Versorger → Nachweise → 90-Tage-Pilot

IndustrialFlow: CI/CD-Plattform für SPS und Leittechnik

Jenkins im Kern, ein OT-Proxy zur Anlage, alles im eigenen Netz. Für Maschinenbauer, die belegen müssen, was auf jeder ausgelieferten Maschine läuft, und für Versorger, die jede Nacht bestätigen wollen, was auf jeder Station läuft.

30 Minuten · unverbindlich · kein Vertriebsgespräch

JENKINS-KERN · OHNE CLOUD-ZWANG · 90-TAGE-PILOT · SEIT 2006

Zuletzt fachlich geprüft: 04.10.2026

Andreas Schönfeld

Andreas Schönfeld

Geschäftsführer & DevOps-Berater, Comquent GmbH

CI/CD für SPS, Leit- und Fernwirktechnik. Industrial DevOps in Maschinenbau und Versorgung seit 2006.

Veröffentlicht: 4. Oktober 2026Zuletzt aktualisiert: 4. Oktober 2026
Fachlich geprüft auf Basis der Whitepaper „IndustrialFlow für den Maschinenbau“ und „IndustrialFlow für Energie- und Wasserversorger“ (Oktober 2026)
01
// 01Kurz erklärt

Was ist
IndustrialFlow?

IndustrialFlow ist die CI/CD-Plattform von Comquent für Industrial DevOps. Sie baut auf Jenkins auf, versioniert SPS- und Leittechnik-Projekte in Git, testet Steuerungscode gegen virtuelle Steuerungen und bringt freigegebene Stände nur über einen OT-Proxy und im Wartungsfenster auf die Anlage. Die Plattform läuft vollständig im eigenen Netz.

Gebaut ist sie für zwei Fragen, die sich in Maschinenbau und Versorgung täglich stellen und selten in Sekunden zu beantworten sind: Welcher Stand läuft dort draußen? Und wer hat ihn zuletzt geändert?

178.000

Fachkräfte fehlen dem deutschen Maschinenbau bis 2034. Mit jedem Inbetriebnehmer geht Wissen über Anlagenstände.

→ IW / Impuls-Stiftung 2024
> 2/3

der Ransomware-Opfer unter Industrieunternehmen stammten 2025 aus der Fertigung, rund 3.300 Organisationen insgesamt.

→ Dragos Year in Review 2026
34

kompromittierte Steuerungen in der US-Wasserwirtschaft, über Standardpasswörter. CISA empfiehlt getestete Sicherungen von Logik und Konfiguration.

→ CISA AA23-335A
−80 %

Deployment-Zeit im Median, gemessen in sechs Comquent-Referenzprojekten der Jahre 2022 bis 2025.

→ Comquent-Projekte

Bei den Maschinenbauern, die wir kennenlernen, heißt der aktuelle Stand oft Projekt_v7_final_final und liegt auf einem Netzlaufwerk. Bei Versorgern liegt er auf dem Laptop des Systemhauses. Gewachsen ist das, weil zwischen Engineering-Rechner und Steuerung lange kein Werkzeug stand, das einen Stand hätte festhalten können. Wo Ihr Team heute steht, ordnet der DevOps-Reifegrad-Check ein.

3 Minuten · ohne Anmeldung · Ergebnis sofort

// Kurz gefragt1 Klick, anonym

Ist IndustrialFlow bei Ihnen gerade ein Thema?

Wir fragen kurz, wie dringend das Thema bei Ihnen gerade ist. Je nach Antwort zeigen wir Ihnen direkt den passenden nächsten Schritt — ganz ohne Formular.

02
// 02Aufbau

Woraus besteht
IndustrialFlow?

IndustrialFlow besteht aus einem Jenkins-Kern und fünf Bausteinen, die Jenkins für die Fertigung und die Leittechnik brauchbar machen: Oberfläche, KI-Assistent, OT-Proxy, OT-Zustände in der Pipeline und Nachweise. Was davon in Ihrem Netz läuft, entscheiden Sie; ohne Verbindung nach außen funktioniert alles.

  • /01

    Jenkins als Kern

    Was bei Ihnen läuft, läuft weiter.

    Bestehende Jenkinsfiles und Shared Libraries laufen unverändert, das Plugin-Verzeichnis von Jenkins umfasst mehr als 2.000 Erweiterungen. Eine vorhandene Jenkins-Instanz übernehmen wir nach unserer Erfahrung in weniger als einem Arbeitstag. Wer zehn Jahre Pipeline-Logik hat, schreibt davon keine Zeile ab.

    Installation per Docker Compose · Grundinstallation in etwa zehn Minuten

  • /02

    Industrial DevOps Dashboard

    Flotte, Stationen, Pipelines auf einer Oberfläche.

    Die Weboberfläche zeigt für jede Maschine oder Station den freigegebenen und den gelesenen Stand, dazu Vorlagen für industrielle Pipelines und einen Pipeline-Assistenten im Chat. Das Dashboard greift nie selbst schreibend auf eine Steuerung zu. Jede Änderung läuft über die Pipeline mit ihren Gates.

    Flottenansicht · Stationsübersicht mit Netzschema · Maschinenakte · Vorlagengalerie

  • /03

    KI-Assistent, auch ohne Cloud

    Die Ursache eines Build-Fehlers in Klartext.

    Der Assistent analysiert gescheiterte Builds, bewertet das Risiko eines Merge Requests und erzeugt Pipelines aus einer Beschreibung in Klartext. Im Werksnetz läuft er lokal über Ollama mit einem Open-Weight-Modell, sonst über die Claude API; Build-Logs werden vor jedem externen Aufruf bereinigt. Für das lokale Modell planen wir einen GPU-Server mit mindestens 24 GB Grafikspeicher ein.

    Fehleranalyse · Risikobewertung · Pipeline aus Klartext

  • /04

    OT-Proxy in der DMZ

    Die Segmentierung bleibt, wie sie ist.

    Der OT-Proxy sitzt in der DMZ und bringt Deployments per TLS-Tunnel in die OT-Zone, nach dem Zonen- und Conduit-Modell der IEC 62443. Er baut seine Verbindung von innen nach außen auf, eingehende Verbindungen in die Fertigungszone gibt es nicht. Bei Versorgern übernimmt diese Rolle ein OT-Agent in der Zone der Leittechnik, der Stände liest und nur im Auftrag einer freigegebenen Pipeline schreibt.

    OPC UA · IEC 60870-5-104 · IEC 61850 · Modbus TCP

  • /05

    OT-Zustände in der Pipeline

    Wartungsfenster und Stillstand sind Pipeline-Schritte.

    Ein freigegebener Stand wartet, bis das Wartungsfenster der Maschine öffnet. Vor dem Laden liest die Pipeline per OPC UA Betriebsart und laufenden Auftrag; produziert die Maschine, greift die Produktionssperre und die Steuerung bleibt unberührt. Vor jedem Deployment entsteht ein Snapshot, zu dem die Pipeline bei einem Fehler zurückkehrt.

    Wartungsfenster · Produktionssperre · Snapshot und Rollback · Audit-Trail je Stand

  • /06

    Nachweise aus jedem Build

    Das Audit findet die Belege fertig vor.

    Jeder Build liefert eine SBOM in CycloneDX und SPDX mit VEX-Angaben, ob eine Schwachstelle im Produkt ausnutzbar ist. Jedes Release bringt ein Nachweispaket mit: PDF-Bericht, ZIP mit den Originalartefakten und ein JSON-Manifest mit den Hashes aller Dateien. Gegliedert wird es nach dem Regelwerk, das für Sie gilt.

    SBOM je Build · Signatur je Artefakt · Nachweispaket je Release oder Anlage

Was IndustrialFlow
bewusst nicht tut.

  • SPS-Code wird nicht im Dashboard bearbeitet. Das bleibt im Engineering-Werkzeug.
  • Aus der Oberfläche gibt es keinen direkten Download auf eine Steuerung, nur den Start einer Pipeline.
  • IndustrialFlow steuert keine Prozesse und ersetzt weder Netzleitsystem noch Prozessleitsystem.
  • Die Installed-Base-Verwaltung bleibt im ERP oder CRM; IndustrialFlow liest diese Daten.
// Live-Demo · UI-Prototyp · ohne Anmeldung

Das Dashboard
im Browser ansehen.

Pipelines, KI-Assistent, Wartungsfenster und Audit-Trail im interaktiven Prototyp. Die Daten sind ein Demo-Szenario, keine Kundendaten.

Prototyp öffnen
// 03Maschinenbau · Versorger

Für wen ist
IndustrialFlow
gebaut?

Für Maschinen- und Anlagenbauer, die Steuerungssoftware an Kunden ausliefern, und für Energie- und Wasserversorger, deren Stationen über Jahrzehnte laufen. Die Plattform ist dieselbe, die Anwendung nicht: Der Maschinenbauer will Änderungen sicher ausliefern, der Versorger will vor allem wissen, dass sich nichts unbemerkt geändert hat.

Anwendung / 01 · Maschinen- und Anlagenbau

Welcher Programmstand läuft auf Maschine #1038, und wer hat ihn freigegeben?

Für Maschinenbauer schaut IndustrialFlow in zwei Richtungen: nach innen auf die Entwicklungs- und Teststrecke, nach außen auf die Flotte beim Kunden.

  • Maschinenflotte

    Jede ausgelieferte Maschine mit Kunde, Baureihe, Steuerung, Soll- und Ist-Stand. Den Ist-Stand liest der OT-Proxy per OPC UA; Maschinen ohne Fernzugang melden ihn über den Service-Einsatz oder das Edge-Gateway.

  • Pipeline

    Vom Commit über Projektexport, Compile und Simulationstest bis zum signierten Artefakt, für TIA Portal, CODESYS, TwinCAT und Studio 5000.

  • Freigabe und Deployment

    Vier-Augen-Freigabe, Pflicht bei Safety-CPU. Aufgespielt wird nur im Wartungsfenster und nur auf eine stehende Maschine.

  • Security und CRA

    Die Betroffenheitsabfrage listet zu einer Schwachstelle alle Maschinen mit der Komponente, nach Kunde und Seriennummer, mit Supportende je Baureihe.

Was heute passiert

Ein Inbetriebnehmer spielt das Update vor Ort per Laptop ein, ohne festen Ablauf. Welcher Stand danach läuft, weiß oft nur er. Bei zehn Anlagen ist das mühsam, bei hundert nicht mehr zu leisten, und wenn er in Rente geht, ist das Wissen weg.

Beispiel aus dem Demo-Szenario

Ein Maschinenbauer hat 312 Maschinen im Feld. Am Morgen geht die interne Meldung PSIRT-2026-017 ein, eine aktiv ausgenutzte Schwachstelle in einer Bibliothek der Baureihe VPA-200. Die Abfrage zeigt 41 betroffene Maschinen bei 12 Kunden, die Frühwarnung ist in knapp 18 Stunden fällig. Der korrigierte Stand v4.8.3 hat Compile, Simulationstest und Gate bestanden und wartet auf Freigabe.

→ Anwendungsfall Maschinenbau & SPS
Anwendung / 02 · Energie- und Wasserversorger

Was wurde am Hochbehälter in den letzten drei Wochen geändert, von wem, und ist der Stand davor gesichert?

Bei Versorgern ist nicht der Durchsatz das Ziel, sondern Gewissheit. Die wichtigere Aufgabe der Plattform ist deshalb, jede Nacht zu bestätigen, dass auf jeder Station läuft, was freigegeben ist.

  • Stationsübersicht

    Liste und Netzschema je Versorgungsgebiet und Sparte, kritische Anlagen nach BSI-Kritisverordnung gekennzeichnet, für die Leitwarte im Dunkel-Theme.

  • Nächtlicher Abgleich

    Rein lesend: zuerst der Hash, der vollständige Stand nur bei einem Unterschied, damit schmalbandige Fernwirkverbindungen nicht belastet werden. Für SCD- und CID-Dateien nach IEC 61850 entsteht ein zeilengenauer Diff.

  • Systemhaus und Fernwartung

    Änderungen externer Dienstleister kommen als Merge Request in einen Git-Server im eigenen Netz. Eine Änderung ohne Merge Request ordnet die Plattform der passenden Fernwartungssitzung zu.

  • Wiederherstellung und Vorfälle

    Die Bereitschaft stellt den letzten freigegebenen Stand geführt wieder her. Die Vorfallansicht zeigt die Änderungen der letzten 30 Tage und die Meldefristen nach § 32 BSIG.

Was heute passiert

Das Systemhaus schaltet sich per Fernwartung auf, passt einen Grenzwert an und spielt das Programm ein. Die Projektdatei bleibt auf seinem Laptop. Fällt die Station ein halbes Jahr später aus, verbringt die Bereitschaft die Nacht damit herauszufinden, welcher Stand dort überhaupt läuft.

Beispiel aus dem Demo-Szenario

Um 03:00 Uhr prüft der Abgleich im Versorgungsgebiet Nord 64 Stationen: 58 identisch, 3 abweichend, 3 nicht erreichbar. Am Hochbehälter Eichenhöhe steht der Grenzwert „Füllstand max.“ auf 4,35 m statt auf den freigegebenen 4,20 m. IndustrialFlow ordnet die Änderung der Fernwartungssitzung des Systemhauses vom Vortag zu, zwischen 14:12 und 14:37 Uhr.

→ Anwendungsfall Energie & Wasser
04
// 04Vom Commit zur Steuerung

Wie kommt ein SPS-Stand
auf die Maschine?

Über neun Stages, und auf die Steuerung kommt er nur, wenn alle davor grün sind. Seit TIA Portal V21 legt Siemens KOP, FUP, SCL und Datenbausteine als Text ab; damit zeigt der Merge Request im Diff, welche Zeilen sich geändert haben. Für CODESYS stehen CODESYS Git und der Test Manager bereit, für Rockwell die Emulation mit FactoryTalk Logix Echo.

Nr.StageWerkzeugeErgebnis im Dashboard
/01CommitGit, Branch, Merge RequestAutor, Commit-ID, Ticket
/02ProjektexportOpenness/VCI (SIMATIC SD), TwinCAT, CODESYS Git, L5X-Exportgeänderte Bausteine, Exportformat
/03CompileEngineering-Werkzeug auf dem Build-AgentenFehler, Warnungen, Werkzeugversion
/04SimulationstestPLCSIM Advanced, CODESYS Test Manager, TcUnit, Logix EchoTestfälle gesamt, bestanden, fehlgeschlagen
/05IEC-62443-GateSecret-Scan, SBOM, CVE-Prüfung, SignaturGate-Ergebnis, Befunde, SBOM-Referenz
/06ArtefaktArchiv mit Bausteinen, Testprotokoll, SBOMHash, Signatur, Ablageort
/07FreigabeApproval-Gate, Vier-Augen-PrinzipFreigeber, Zeitpunkt, Kommentar
/08Deployment EdgeArgo CD oder FluxSync-Status je Maschine
/09Deployment SPSWartungsfenster, OPC-UA-Pre-Check, SnapshotErgebnis, Dauer, Rollback-Referenz

Was passiert, wenn die Maschine gerade produziert?

Dann bricht das Deployment ab, ohne die Steuerung zu berühren. Der freigegebene Stand wartet auf das nächste Wartungsfenster, und dort prüft die Pipeline per OPC UA noch einmal Betriebsart und Auftrag, bevor sie lädt.

Genau das spielen wir im Pilot als Trockenlauf an der realen Maschine durch, samt Rollback danach. Wie der OT-Proxy-Agent dabei die Zonen trennt, steht im Glossar.

industrialflow · deploy-sps · Beispielausgabe
# Demo-Szenario, Baureihe VPA-200, Maschine #1038
[stage] Deployment SPS · Stand v4.8.3
[ot-proxy] Tunnel aus der DMZ in die Fertigungszone steht
[pre-check] OPC UA · Betriebsart AUTOMATIK · Auftrag aktiv
[lock] Produktion gesperrt. Abbruch, Steuerung unverändert
[queue] v4.8.3 wartet auf das nächste Wartungsfenster

[window] Wartungsfenster geöffnet
[pre-check] OPC UA · Betriebsart HAND · kein Auftrag
[snapshot] v4.8.2 gesichert, Rollback-Referenz gesetzt
[deploy] v4.8.3 geladen · Ist-Stand bestätigt
[audit] Freigeber, Zeitpunkt, Hash protokolliert
05
// 05Normen und Nachweise

Welche Nachweise
liefert IndustrialFlow?

Für jedes Release ein Nachweispaket aus PDF-Bericht, Originalartefakten und einem Manifest mit Hashes, gegliedert nach dem Regelwerk, das für Sie gilt. Die Belege entstehen aus dem Build und der Historie, nicht in der Woche vor dem Audit.

RegelwerkFürWas es verlangtNachweis aus IndustrialFlow
Cyber Resilience Act (EU) 2024/2847HerstellerMeldung aktiv ausgenutzter Schwachstellen seit 11.09.2026, Frühwarnung binnen 24 Stunden; ab 11.12.2027 alle Pflichten einschließlich Software-Stückliste.SBOM je Build, Betroffenheitsabfrage über die Flotte, Supportende je Maschine
Maschinenverordnung (EU) 2023/1230, Anhang III 1.1.9HerstellerAb 20.01.2027 Schutz gegen Korrumpierung, Erfassung von Eingriffen, Kennzeichnung sicherheitsrelevanter Software.Audit-Trail je Stand, Hash und Signatur je Artefakt, Versionsnachweis je Maschine
IEC 62443-4-1HerstellerSicherer Entwicklungsprozess beim Hersteller.Secret-Scan, SBOM, CVE-Prüfung, signierte Artefakte; Bericht aus dem Audit-Log
IEC 61508 / IEC 61511HerstellerTraceability von der Anforderung zum Test, Coverage, Reviews.Trace-Matrix, Coverage-Report und Review-Protokolle je Release
§ 30 Abs. 2 Nr. 3 und Nr. 5 BSIGBetreiberBackup-Management und Wiederherstellung; Sicherheit bei Erwerb, Entwicklung und Wartung.Sicherungsstände und Wiederherstellungstests je Station; Änderungsprotokoll mit Merge Request und Freigabe, auch für Dienstleister
§ 32 und § 39 BSIGBetreiberMeldungen nach 24 Stunden, 72 Stunden und einem Monat; Nachweis alle drei Jahre bei kritischen Anlagen.Vorfallansicht mit Fristen; Nachweisstatus je kritischer Anlage
B3S WA / IT-Sicherheitskatalog nach EnWGBetreiberBranchenstandard Wasser und Abwasser bzw. ISMS nach ISO/IEC 27001.Export gegliedert nach den Maßnahmen des jeweiligen Standards
IEC 62443-2-4SystemhäuserAnforderungen an Dienstleister für industrielle Automatisierungssysteme.Änderungen, Fernzugriffe und Sicherungen je Dienstleister, exportierbar je Kunde

Fristen nach dem Stand vom 04.10.2026: Verordnung (EU) 2024/2847, § 30 BSIG, § 32 BSIG. Die SBOM orientiert sich an den Mindestangaben der CISA. Vertiefung: Cyber Resilience Act für Maschinenbau und DevSecOps & Compliance.

Irgendwann fragt jemand von außen. Beim Maschinenbauer ist es der Kunde nach einer Schwachstellenmeldung, der wissen will, ob seine drei Anlagen betroffen sind. Beim Versorger ist es die Prüfstelle im Nachweiszyklus nach § 39 BSIG: Wer hat am Hochbehälter zuletzt geändert, und ist der Stand davor gesichert? Die Antwort sollte dann in einem Export stehen und nicht im Gedächtnis eines Kollegen, der gerade im Urlaub ist.

06
// 0690-Tage-Pilot

Wie läuft die Einführung
in 90 Tagen ab?

In vier Phasen, an einer Baureihe oder einer Anlage, und jede Phase endet mit einem Kriterium, das sich prüfen lässt. Die Reihenfolge unterscheidet sich je Branche. Im Maschinenbau wird erst an der realen Maschine gearbeitet, wenn die Simulation bei jeder Änderung läuft. Beim Versorger wird erst geschrieben, wenn gelesen und gesichert ist.

PhaseMaschinenbauEnergie- und Wasserversorger
Phase 1
Woche 1–2
Bestandsaufnahme und Pilot-Pipeline
AbnahmeEin Commit auf dem Pilot-Branch löst ohne manuellen Eingriff einen Compile aus, das Ergebnis steht im Dashboard.
Bestandsaufnahme einer Anlage
AbnahmeFür jede Station ist der Ist-Stand gelesen und gesichert oder begründet als nicht lesbar markiert.
Phase 2
Woche 3–4
Simulationstest und KI-Fehleranalyse
AbnahmeKein Merge in den Hauptzweig ohne grünen Simulationstest; die Zeit bis zur Fehlerursache ist gegen die Ausgangsmessung dokumentiert.
Git und Freigabe im eigenen Netz
AbnahmeDie erste Änderung des Systemhauses ist über einen Merge Request mit Freigabe des Betreibers eingespielt.
Phase 3
Woche 5–8
OT-Strecke mit Wartungsfenster und Produktionssperre
AbnahmeDie Produktionssperre greift im Trockenlauf, und der Rollback gelingt ohne manuellen Eingriff an der Steuerung.
Abgleich, Sicherung und Wiederherstellung
AbnahmeDer nächtliche Abgleich läuft für alle Stationen, und die Bereitschaft stellt eine Station ohne das Systemhaus wieder her.
Phase 4
Woche 9–12
Nachweise, Flotte und Übergabe
AbnahmeDas Nachweispaket für ein Release ist vollständig, und Ihr Team führt ein Release ohne Comquent durch.
Nachweise aus der Historie und Übergabe
AbnahmeDas Nachweispaket für die Pilotanlage ist vollständig, und Ihr Team erzeugt es ohne Comquent.
Dauer
90 Tage in vier Phasen, je Phase ein messbares Abnahmekriterium
Umfang Maschinenbau
Eine Baureihe, ein Engineering-Projekt, eine Pilotmaschine im eigenen Werk oder beim Kunden
Umfang Versorger
Eine Anlage mit ihren Stationen, etwa ein Wasserwerk mit Pumpwerken, Hochbehältern und Brunnen, einschließlich Leitzentrale
Aufwand bei Ihnen
Etwa ein Tag pro Woche im Fachteam, punktuell IT, Informationssicherheit oder Service
Infrastruktur
Ein Linux-Server oder eine VM, ein Build-Agent bzw. eine Engineering-VM mit Ihren Werkzeugversionen, eine Netzfreigabe für den OT-Proxy
Preis
Festpreis, den wir nach dem Erstgespräch nennen, weil er von Toolchain und Anlagenzahl abhängt

Das erste Ergebnis liegt meist vor, bevor die Pipeline läuft. Es ist eine Liste: Maschinen, deren Stand in keinem Projektordner liegt, im Beispiel des Whitepapers drei von zwölf einer Baureihe. Sie geht in Woche 2 an den Service. Beim Versorger steht auf derselben Liste die Station, für die die passende Version der Engineering-Software nur noch auf einem einzigen Laptop installiert ist.

Jede Woche des Piloten, mit Arbeitsschritten, Beispiel, Abnahmekriterium und Ihrer Mitwirkung, steht im Whitepaper Ihrer Branche, 22 Seiten mit Quellen.

Titelseite des Comquent-Whitepapers „Welcher Programmstand läuft auf Ihren Maschinen?“ (IndustrialFlow für den Maschinenbau)

Whitepaper · 22 Seiten · PDF · Oktober 2026

Welcher Programmstand läuft auf Ihren Maschinen?

Was ein Maschinenbauer von einer CI/CD-Plattform verlangen muss und wie IndustrialFlow es umsetzt: SPS-Code in Git, Tests gegen eine virtuelle Steuerung, Deployment nur im Wartungsfenster. Der Pilot läuft an einer Baureihe und einer Pilotmaschine, jede Phase endet mit einem prüfbaren Abnahmekriterium.

  • /01Neun Anforderungen an eine CI/CD-Plattform im Maschinenbau, jede mit ihrer Umsetzung
  • /02Die Pipeline für TIA Portal, CODESYS, TwinCAT und Studio 5000 in neun Stages
  • /03Der 90-Tage-Pilot Woche für Woche: Arbeitsschritte, Beispiel, Abnahmekriterium und Ihre Mitwirkung
  • /04Cyber Resilience Act, Maschinenverordnung und IEC 62443 mit dem Nachweis aus jedem Build

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IndustrialFlow für den Maschinenbau

07
// 07Was sich messbar ändert

Woran messen Sie,
ob es sich lohnt?

Im Maschinenbau an der Zeit vom freigegebenen Stand bis zum bestätigten Ist-Stand auf der Maschine. Beim Versorger an Gewissheit und Wiederherstellbarkeit; die Zahl der Deployments ist dort bewusst nachrangig. Die Ausgangswerte messen wir in Phase 1, damit der Vergleich am Ende auf Ihren eigenen Zahlen steht.

Maschinenbau
Referenzwerte aus Comquent-Projekten 2022–2025
MessgrößeVorherMit IndustrialFlow
Deployment-ZeitStunden−80 % im Median
Firmware-Rollout auf 47 Maschinen6 Stunden manuell45 Minuten automatisiert
Fehlersuche bei Build-Fehlernmanuelle Log-Analyse−70 % Zeit mit KI-Analyse
Versionskonflikteim Feld entdecktim Build erkannt
Energie- und Wasserversorger
Zielwerte für die Pilotanlage
KennzahlTypisch heuteZiel nach dem Pilot
Zeit bis KlarheitStunden, in der Nacht einer StörungMinuten bis Ist-Stand und letzte Änderung bekannt sind
SicherungsabdeckungLaptops und NetzlaufwerkeSicherung je Station, jünger als sieben Tage
Wiederherstellungstestselten oder niejede Station mindestens einmal in zwölf Monaten
Nachweisstandvor dem Audit gesammeltNachweispaket je Anlage auf Knopfdruck

Was ein Stillstand kostet, zeigt eine Studie von Siemens (2024): Die 500 größten Unternehmen verlieren durch ungeplante Stillstände 11 % ihres Umsatzes. Ihre eigene Rechnung macht der ROI-Rechner.

08
// 08Passung

Wann IndustrialFlow,
wann etwas anderes?

IndustrialFlow ersetzt kein Werkzeug, das bei Ihnen gut funktioniert. Fünf Ausgangslagen, und bei zweien raten wir zu etwas anderem.

  • /01

    Sie betreiben Jenkins und wollen nichts wegwerfen.

    IndustrialFlow übernimmt die Instanz. Jenkinsfiles und Shared Libraries laufen weiter, Oberfläche und OT-Strecke kommen dazu.

  • /02

    Ihre IT-Software baut schon in GitHub Actions oder GitLab CI.

    Die IT-Pipeline bleibt. IndustrialFlow übernimmt nur den Weg zu den Steuerungen, als OT-Strecke daneben.

  • /03

    Sie wollen nur sichern und Abweichungen sehen.

    Dafür reicht ein Change-Management-Werkzeug wie octoplant. IndustrialFlow lohnt sich, sobald Änderungen getestet und freigegeben auf die Anlage sollen und Nachweise aus dem Build entstehen müssen.

  • /04

    Ihr SPS-Code liegt noch nicht in Git.

    Dann ist zuerst die Versionierung dran, die Pipeline danach. Das Starter-Kit bringt Vorlagen-Repository und einen 30-Tage-Plan mit.

  • /05

    Sie wollen den Betrieb nicht selbst übernehmen.

    Nach dem Pilot betreiben wir die Plattform für Sie, mit SLA und Monitoring.

// 09Häufige Fragen

Was Kunden
vor dem Pilot fragen.

Q.01
Was ist IndustrialFlow?
IndustrialFlow ist die CI/CD-Plattform von Comquent für Industrial DevOps. Sie baut auf Jenkins auf, versioniert SPS- und Leittechnik-Projekte in Git, testet Steuerungscode gegen virtuelle Steuerungen und bringt freigegebene Stände nur über einen OT-Proxy und im Wartungsfenster auf die Anlage. Die Plattform läuft vollständig im eigenen Netz.
Q.02
Was unterscheidet IndustrialFlow von Jenkins?
Jenkins ist der Kern von IndustrialFlow, bestehende Jenkinsfiles und Shared Libraries laufen unverändert weiter. Dazu kommen eine Weboberfläche mit Flotten- und Stationsansicht, ein KI-Assistent, OT-Proxy-Agenten für die segmentierte Fertigungszone und OT-Zustände in der Pipeline: Wartungsfenster, Produktionssperre nach OPC-UA-Abfrage, Snapshot vor jedem Deployment und ein Audit-Trail je Stand. Die Übernahme einer bestehenden Jenkins-Instanz dauert nach unserer Erfahrung weniger als einen Arbeitstag.
Q.03
Läuft IndustrialFlow ohne Internetverbindung?
Ja, der Betrieb ist vollständig ohne Verbindung nach außen möglich. Private Container-Registry, lokaler Plugin-Mirror und ein lokales Sprachmodell über Ollama ersetzen alle externen Quellen; für das Modell planen wir einen GPU-Server mit mindestens 24 GB Grafikspeicher ein. Der OT-Proxy baut seine Verbindung von innen nach außen auf, eingehende Verbindungen in die OT-Zone gibt es nicht.
Q.04
Welche Steuerungen und Engineering-Werkzeuge unterstützt IndustrialFlow?
Im Maschinenbau sind das TIA Portal, CODESYS, TwinCAT und Studio 5000, getestet wird gegen PLCSIM Advanced, den CODESYS Test Manager, TcUnit oder FactoryTalk Logix Echo. Bei Versorgern liest der OT-Agent Stände über IEC 60870-5-104, IEC 61850, Modbus TCP und OPC UA. Welche Werkzeugversion eine Station braucht und auf welchem Build-Agenten sie liegt, führt die Plattform als Inventar.
Q.05
Wie läuft der Einstieg ab, und was kostet er?
Der Einstieg ist ein Pilot über 90 Tage zum Festpreis: im Maschinenbau eine Baureihe mit einer Pilotmaschine, beim Versorger eine Anlage mit ihren Stationen. Jede der vier Phasen endet mit einem messbaren Abnahmekriterium, und am Ende betreibt Ihr Team die Pipeline selbst. Den Festpreis nennen wir nach dem Erstgespräch, weil er von Toolchain und Anlagenzahl abhängt; die Betriebskosten danach richten sich nach Pipelines, Umgebungen und Support-Level.
Q.06
Brauchen wir IndustrialFlow, wenn wir schon ein Backup- und Versionierungswerkzeug wie octoplant haben?
Nicht unbedingt: Wer nur sichern und den laufenden Stand mit dem freigegebenen vergleichen will, ist mit einem Change-Management-Werkzeug wie octoplant gut bedient. IndustrialFlow setzt einen Schritt früher an. Jede Änderung läuft als Merge Request durch Compile, Simulationstest, Security-Gate und Freigabe, bevor sie die Anlage erreicht, und aus jedem Build entstehen SBOM und Nachweispaket. Ob das bei Ihnen den Aufwand rechtfertigt, klären wir im Erstgespräch.
Q.07
Wie kommen Änderungen eines externen Systemhauses in die Plattform?
Das Systemhaus reicht Änderungen als Merge Request in einen Git-Server im eigenen Netz ein, über den bestehenden Fernwartungszugang, und der Betreiber gibt frei. Wer ändert, kann nicht selbst freigeben, kritische Anlagen brauchen eine zweite Bestätigung. Eine Änderung ohne Merge Request fällt im nächsten nächtlichen Abgleich auf und wird der zeitlich passenden Fernwartungssitzung zugeordnet.
Q.08
Welche Nachweise erzeugt IndustrialFlow für Audits?
Jedes Release bringt ein Nachweispaket mit: einen PDF-Bericht, ein ZIP mit den Originalartefakten und ein JSON-Manifest mit den Hashes aller Dateien. Im Maschinenbau ist es nach IEC 62443-4-1, Cyber Resilience Act und Maschinenverordnung gegliedert, bei Versorgern nach § 30 BSIG, B3S WA oder IT-Sicherheitskatalog. Dazu kommt je Build eine SBOM in CycloneDX und SPDX mit VEX-Angaben.
Q.09
Steuert IndustrialFlow Prozesse oder ersetzt es ein Leitsystem?
Nein, IndustrialFlow steuert keine Prozesse und ersetzt weder Netzleitsystem noch Prozessleitsystem. SPS-Code wird weiter im Engineering-Werkzeug bearbeitet, und aus der Oberfläche gibt es keinen direkten Download auf eine Steuerung, nur den Start einer Pipeline mit ihren Gates. Schreibzugriff auf eine Station hat der OT-Agent ausschließlich im Auftrag einer freigegebenen Pipeline.

Ob sich ein Pilot für Ihre Anlagen lohnt, klären wir vorher. Im Erstgespräch gehen wir Toolchain, Baureihe oder Anlage und die Rolle Ihres Systemhauses durch, und Sie wissen danach, wie die erste Pipeline aussähe. Manchmal ist die ehrliche Antwort, dass zuerst etwas anderes dran ist; das sagen wir dann auch.

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Erstgespräch zum Pilot

Welcher Stand läuft dort draußen, und wer hat ihn zuletzt geändert? Mit IndustrialFlow steht beides in der Historie der Pipeline, bevor jemand danach fragt.

// Nächster Schritt

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Wir klären gemeinsam, wie Sie in 90 Tagen die ersten messbaren Industrial-DevOps-Erfolge erzielen.

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