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Industrial DevOps Anwendungsfälle: Team in einer modernen Smart FactoryAI

// Comquent ——— Anwendungsfälle ——— DACH

Industrial DevOps
in der Praxis.
Fünf Branchen.

Maschinenbau, Fertigung, Versorger, Automotive und IT unterscheiden sich in Norm, Toolchain und darin, wo ein Fehler nie ankommen darf. Die Arbeitsweise dahinter ist in allen fünf dieselbe.

Stand · 03.10.2026/Andreas Schönfeld/Puchheim bei München/DACH, vor Ort und remote
01
// 01Einführung

Industrial DevOps bringt CI/CD, automatisiertes Testing und Infrastructure as Code in industrielle Software. Comquent setzt das seit 2006 in fünf Branchen um: Maschinenbau & SPS/PLC (TIA Portal, CODESYS, TwinCAT), Fertigungsindustrie (SCADA, MES, IEC 62443), Energie- & Wasserversorger (Fernwirktechnik, NIS-2), Automotive & Embedded (ISO 26262, OTA) und IT-Unternehmen (Platform Engineering, GitOps). Die erste messbare Pipeline steht in 90 Tagen.

Jede Branche
bringt eigene
Regeln mit.

Industrial DevOps bringt Continuous Integration, automatisiertes Testen und versionierte Konfiguration dorthin, wo Software auf Hardware trifft. Das reicht von SPS-Programmen im Maschinenbau über SCADA und MES in der Fertigung und die Fernwirktechnik der Versorger bis zum Steuergerät im Fahrzeug.

Was sich je Branche ändert, ist der Rahmen. ISO 26262 verlangt andere Nachweise als IEC 62443. Eine gewachsene TIA-Portal-Landschaft lässt sich anders automatisieren als ein Kubernetes-Cluster. Und in Umgebungen, in denen ein Fehlstart die Linie anhält, hatte Stabilität jahrzehntelang Vorrang vor Tempo, aus guten Gründen. Die Versionsverwaltung blieb dabei oft auf der Strecke. Das merkt man Jahre später, wenn der Inbetriebnehmer längst in einem anderen Projekt arbeitet und das Team beim nächsten Störfall aus drei Archivordnern rekonstruiert, welcher Baustein tatsächlich auf der Maschine läuft.

Comquent arbeitet seit 2006 in diesen Umgebungen, mit CI/CD-Pipelines und Jenkins-Automatisierung. Wer den laufenden Betrieb nicht selbst stemmen will, gibt ihn als Automation as a Service an uns ab. Die fünf Seiten unten zeigen, was das je Branche konkret heißt.

/01
2006
gegründet in Puchheim bei München
/02
47+
Projekte in Industrie und IT
/03
70 %
der Kunden arbeiten über IT und OT hinweg
/04
90 Tage
bis zur ersten produktiven Pipeline im Pilot

Quelle · Comquent-Projektdaten, Stand 09/2026

02
// 02Anwendungsfälle

Fünf Branchen.
Ein roter Faden.

Der Faden ist die Reihenfolge, nicht das Werkzeug. In allen fünf Fällen gehen wir dieselben vier Schritte, nur mit anderer Toolchain und anderer Norm. Wie die Schritte im Einzelnen aussehen, beschreibt der Industrial-DevOps-Leitfaden.

  1. /01Wir versionieren den Softwarestand, egal ob er aus TIA Portal kommt, aus einem SCADA-Projekt, aus der Parametrierung einer Fernwirkanlage, aus Yocto oder aus einem Helm-Chart.
  2. /02Jede Änderung läuft durch eine automatische Prüfung, bevor sie in die Nähe von Anlage, Station, Fahrzeug oder Cluster kommt. Am Prüfstand, in PLCSim, gegen einen OPC-UA-Mock oder in einer Staging-Umgebung.
  3. /03Die Freigabe hinterlässt eine Spur, die im Audit hält. Was der Auditor sehen will, unterscheidet sich zwischen IEC 62443, NIS-2 und ISO 26262. Der Mechanismus bleibt derselbe, die Unterschiede zeigt die Übersicht in Abschnitt 03.
  4. /04Ausgerollt wird kontrolliert, mit Wartungsfenster, Canary oder gestuftem OTA-Rollout, und immer mit einem Weg zurück.
03
// 03Regelwerke

Welche Norm
gilt in welcher
Branche?

Der Maschinenbau richtet sich nach dem Cyber Resilience Act, dessen Meldepflicht seit dem 11.09.2026 gilt, die Fertigung nach IEC 62443 und NIS-2, Versorger nach dem BSIG und ihrem Branchenstandard, Automotive nach ISO 26262, Automotive SPICE und UNECE R155/R156. In jedem Fall muss die Pipeline belegen, welcher Stand wann und von wem freigegeben wurde.

Die Tabelle zeigt, was das je Branche konkret heißt und wo die Arbeit erfahrungsgemäß zuerst hängen bleibt.

/01

Maschinen- & Anlagenbau

Regelwerk

Cyber Resilience Act, Maschinenverordnung (EU) 2023/1230, IEC 62443-4-1

Was die Pipeline belegen muss

Welcher Softwarestand auf welcher Maschine läuft, eine SBOM je Release und Security-Updates über die Lebensdauer.

Wo es meist hakt

Der Steuerungscode liegt als Projektarchiv im Netzlaufwerk-Ordner.

/02

Fertigungs­industrie

Regelwerk

IEC 62443-3-3, NIS-2 (in Deutschland über das BSIG)

Was die Pipeline belegen muss

Jede Änderung mit Freigabe, Wartungsfenster und dokumentiertem Rückweg, dazu der Konfigurationsstand je Linie.

Wo es meist hakt

Die Linie darf nicht stehen, also gibt es wenige Zeitfenster für einen Rollout.

/03

Energie- & Wasserversorger

Regelwerk

NIS-2 über das BSIG, IT-Sicherheitskatalog nach § 5c EnWG, B3S WA (DVGW W 1060), IEC 62443-2-4

Was die Pipeline belegen muss

Welcher Stand auf welcher Station läuft, jede Änderung mit Freigabe, auch die des Systemhauses, und ein gesicherter Stand zum Wiederherstellen.

Wo es meist hakt

Das Systemhaus ändert per Fernwartung, die Projektdatei bleibt auf seinem Laptop.

/04

Automotive & Embedded

Regelwerk

ISO 26262, Automotive SPICE, ISO/SAE 21434, UNECE R155 und R156

Was die Pipeline belegen muss

Die Kette vom Requirement über den Test bis zum Build, ein reproduzierbarer Build und ein Update-Log je Fahrzeug.

Wo es meist hakt

Der HiL-Prüfstand ist knapp und wird zur Warteschlange der Pipeline.

/05

IT-Unternehmen

Regelwerk

ISO/IEC 27001, NIS-2 je nach Einrichtung, im Finanzsektor der Digital Operational Resilience Act

Was die Pipeline belegen muss

Wer wann was ausgerollt hat, direkt aus der Pipeline protokolliert, und ein getesteter Rollback.

Wo es meist hakt

Jedes Team hat seine eigene Toolchain, und niemand überblickt alle.

Stand · 29.09.2026 · CRA (EU) 2024/2847: Meldepflicht seit 11.09.2026, volle Anwendung ab 11.12.2027 · Maschinenverordnung ab 20.01.2027

04
// 04Häufige Fragen

Was Entscheider
fragen.

Zehn Fragen, die in Erstgesprächen zuverlässig kommen, von der Abgrenzung zu klassischem DevOps bis zum Preis.

Q.01Was ist Industrial DevOps und worin unterscheidet es sich von klassischem DevOps?→

Industrial DevOps überträgt DevOps-Prinzipien wie CI/CD, automatisiertes Testing und Infrastructure as Code auf industrielle Umgebungen: SPS/PLC-Steuerungen, SCADA-Systeme, Embedded-Software und Edge-Gateways. Anders als im IT-DevOps stehen Safety, Anlagenverfügbarkeit, Wartungsfenster und regulatorische Nachweise (etwa nach IEC 62443 oder ISO 26262) vor dem Tempo. Ausgerollt wird deshalb über Staging und Pilotanlagen, nicht im Minutentakt.

Q.02Welche Branchen profitieren am meisten von Industrial DevOps?→

Am meisten bringt Industrial DevOps dort, wo Software auf Hardware ausgeliefert wird und jede Auslieferung einen Nachweis braucht: im Maschinen- und Anlagenbau (Versionierung und Test von SPS-Code), in der Fertigung (SCADA, MES, Edge-Gateways), bei Energie- und Wasserversorgern (Leit- und Fernwirktechnik unter NIS-2) und in der Automobilindustrie (Embedded CI/CD, OTA-Updates). Als fünfte Gruppe arbeitet Comquent für IT-Unternehmen, die mit Platform Engineering viele Teams auf eine gemeinsame Pipeline bringen.

Q.03Wie funktioniert CI/CD für SPS-Steuerungen?→

SPS-Projekte aus TIA Portal, CODESYS oder TwinCAT liegen in Git, und eine Jenkins- oder GitLab-CI-Pipeline übersetzt sie bei jeder Änderung. Getestet wird in der Simulation mit PLCSIM Advanced oder am Hardware-in-the-Loop-Prüfstand, danach landet das Ergebnis versioniert im Artefakt-Speicher. So lässt sich für jede Anlage belegen, welcher Stand wann freigegeben wurde. IEC 61131-3 regelt dabei nur die Programmiersprachen; die Nachweispflichten kommen aus IEC 62443 und dem Cyber Resilience Act.

Q.04Welche Rolle spielt OT-Security bei Industrial DevOps?→

OT-Security gehört als eigene Stufe in die Pipeline und wird nicht erst vor der Abnahme geprüft. Comquent baut dafür Schwachstellen-Scans der Abhängigkeiten, signierte Build-Artefakte, eine SBOM je Release und im Audit nachvollziehbare Freigaben ein, ausgerichtet an IEC 62443 und NIS-2. Die Netzsegmentierung nach dem Zonen- und Conduit-Modell legt fest, welcher Build-Agent in welches Netz ausliefern darf.

Q.05Wie lange dauert eine Industrial DevOps Einführung?→

Die erste produktive Pipeline für ein Pilotprojekt steht nach 90 Tagen, zusammen mit einer Value-Stream-Map der heutigen Abläufe und einem priorisierten Backlog. Bis weitere Teams, Standorte und die Compliance-Nachweise nachgezogen sind, vergehen typischerweise 6 bis 12 Monate. Die Dauer hängt dabei weniger an der Technik als daran, wie viele Anlagen und Teams mitziehen.

Q.06Welche Tools werden für Industrial DevOps eingesetzt?→

Meist sind es Jenkins oder GitLab CI für die Pipelines, Git für den Code, Docker für reproduzierbare Build-Umgebungen und QEMU zur Emulation der Zielhardware, auf der Steuerungsseite TIA Portal, CODESYS, TwinCAT und PLCSIM Advanced. Die Auswahl richtet sich nach dem, was beim Kunden schon läuft. Ein funktionierendes Werkzeug ersetzen wir nicht, nur weil ein anderes moderner klingt.

Q.07Welche Plattformen unterstützen DevOps für langlebige industrielle Anlagen?→

Für Anlagen, die über Jahrzehnte laufen, eignen sich CI/CD-Plattformen, die vollständig im eigenen Netz betrieben werden: Jenkins oder GitLab CI auf eigenen Servern, Git für den Steuerungscode und eine Build-Umgebung als Docker- oder VM-Image, in dem die Version des Engineering-Tools festgeschrieben ist. Der CI-Server selbst wird regelmäßig aktualisiert, bei Jenkins LTS erscheint alle zwölf Wochen eine neue Basisversion. Über die Laufzeit der Anlage aufbewahrt werden muss deshalb das Image, mit dem ein SPS-Stand gebaut wurde. Dann lässt sich der Stand von heute auch in zehn Jahren noch einmal übersetzen und mit dem archivierten Artefakt vergleichen.

Q.08Wie überbrückt man den Kulturunterschied zwischen IT und OT?→

Am besten über ein gemeinsames Pilotprojekt, an dem SPS-Programmierer und Software-Entwickler zusammen arbeiten, statt in getrennten Schulungen von der jeweils anderen Welt zu hören. Comquent begleitet das mit Workshops, gemischten Teams und Coaching. Die Automatisierer behalten dabei ihr Fachwissen und finden es in der Pipeline wieder: Ihre Prüfschritte werden zu automatischen Tests, und die Freigabe bleibt bei ihnen.

Q.09Welche Branche passt zu unserem Setup, und wann sind Sie der richtige Partner?→

Comquent passt, wenn Sie Software in einem regulierten oder sicherheitskritischen Umfeld entwickeln und Ihre CI/CD-Reife steigern wollen. Das betrifft Maschinenbau (TIA Portal, CODESYS, TwinCAT, IEC 62443, CRA), Fertigung (SCADA, DCS, MES, OPC UA, NIS-2), Energie- und Wasserversorger (Fernwirktechnik, IEC 61850, BSIG, B3S WA), Automotive (ISO 26262, ASPICE, ISO 21434, UNECE R155/R156) und IT-Unternehmen mit Skalierungsbedarf (Platform Engineering, Internal Developer Platform, GitOps, SRE). Wer sich in mehreren Fällen wiederfindet, ist bei uns in der Mehrheit, denn 70 % unserer Kunden arbeiten über IT und OT hinweg.

Q.10Was kostet Industrial DevOps Beratung?→

Das 30-minütige Erstgespräch ist kostenlos, der DevOps Quick-Scan für Unternehmen ab 50 Mitarbeitenden ebenfalls. Ein Proof of Concept mit erster lauffähiger Pipeline und Übergabe kostet 4.900 € zum Festpreis. Größere Mandate kalkulieren wir nach Tagessatz, und der Umfang steht vorher im Angebot.

// 06 — Nächster Schritt

Erkennen
Sie Ihren
Fall wieder?

Im Erstgespräch schauen wir auf Ihren heutigen Stand und klären, welcher der vier Schritte bei Ihnen zuerst fehlt. Danach wissen Sie, ob ein Pilot sinnvoll ist, und wir auch.

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