AI// Der Weg: Ausgangslage → Pipeline → Einführung → Nachweise
DevSecOps für die Industrie: Security in jeder Stufe
Security läuft bei jedem Build mit, vom ersten Commit bis in den Betrieb, und legt den Nachweis für NIS2, IEC 62443 und den Cyber Resilience Act gleich mit ab. Für IT und OT, von Puchheim bei München aus.
30 Minuten · unverbindlich · kein Vertriebsgespräch
IEC 62443 · SBOM · POLICY-AS-CODE · NIS2 · CRA
Zuletzt fachlich geprüft: 21.10.2026
Was ist DevSecOps
in der Industrie?
Der Pentest-Bericht kommt zwei Wochen vor dem Go-live. Vierzig Findings, drei davon kritisch, und welcher Commit sie eingebracht hat, weiß niemand mehr. Dann wird das Release verschoben, oder es geht mit bekannten Lücken raus und einem Ticket für später.
DevSecOps ist DevOps mit Security als festem Bestandteil jeder Pipeline-Stufe: SAST, Dependency-Scans, SBOM und Policy-as-Code laufen bei jedem Build automatisch mit, statt kurz vor dem Release in einem Penetrationstest nachgeholt zu werden. Comquent setzt das für Industrieunternehmen in IT und OT um, mit Nachweisen für NIS2, IEC 62443 und den Cyber Resilience Act.
Die ausführliche Begriffserklärung mit Prinzipien und Abgrenzung zu DevOps steht im Glossar DevSecOps. Hier geht es darum, wie das in Ihrer Pipeline aussieht und wie Sie dahin kommen.
AIStand: 21.10.2026 · IEC 62443-4-1 · BSIG (NIS2UmsuCG) · CRA-Meldepflicht seit 11.09.2026
Quellen: BSI „NIS-2 in Zahlen“, Stand 30.09.2026 · § 32 BSIG · Verordnung (EU) 2024/2847, Art. 14 und 71 · IEC 62443-3-3
Ist DevSecOps bei Ihnen gerade ein Thema?
Wir fragen kurz, wie dringend das Thema bei Ihnen gerade ist. Je nach Antwort zeigen wir Ihnen direkt den passenden nächsten Schritt — ganz ohne Formular.
Für wen lohnt sich
DevSecOps?
Für Unternehmen, die Software entwickeln oder Maschinen und Geräte mit Software in Verkehr bringen und dafür Nachweise schulden, an Kunden, an Auditoren oder an das BSI. In der Praxis sitzen drei Rollen mit drei verschiedenen Fragen am Tisch.
CISO & Security-Teams
Der Pentest-Bericht landet zwei Wochen vor Go-live auf dem Tisch, genau dann, wenn keine Zeit mehr bleibt, die Findings sauber zu beheben. Manuelle Audits skalieren nicht.
Scans laufen in jeder Pipeline-Stufe. Ein Befund taucht im Merge Request auf, an dem Tag, an dem er entstanden ist.
Compliance-Verantwortliche
NIS2, CRA und DORA greifen gleichzeitig, und jedes Regime will denselben Nachweis in einem anderen Format. Von Hand gepflegte Excel-Listen halten das nicht mehr.
Policy-as-Code, eine SBOM je Build und ein Audit-Trail aus Git. Aus einem Nachweisbestand lassen sich alle Formate ableiten.
Produktionsleitung (OT)
Ein Integrator spielt per Fernwartung eine Korrektur auf die Linie. Welche Version danach läuft und wer sie geprüft hat, steht in keinem System.
Jede Änderung an der Steuerung läuft durch dieselbe Pipeline und wird gegen das Security Level der Zielzone nach IEC 62443 geprüft.
Welche Prüfung gehört
in welche CI/CD-Stufe?
SAST und Secret Scanning gehören direkt hinter den Commit, SCA und SBOM in den Build, der Image-Scan vor das Deployment und DAST in die Staging-Umgebung. Jede der sechs Stufen hat ein Gate, das bei kritischen Befunden anhält, und jedes Gate legt sein Ergebnis beim Artefakt ab.
# Security Scan Pipeline Stage security-scan: stage: security parallel: matrix: - SCAN_TYPE: - sast - dependency-check - container-scan script: - | case $SCAN_TYPE in sast) semgrep --config auto ./src ;; dependency-check) trivy fs --severity HIGH,CRITICAL . syft . -o cyclonedx-json > sbom.json ;; container-scan) trivy image $CI_REGISTRY_IMAGE cosign verify $CI_REGISTRY_IMAGE ;; esac policy-check: stage: security script: - opa eval -d policies/ -i scan-results.json "data.security.allow" allow_failure: false
Wie sieht das in GitLab CI aus?
Drei Scans laufen parallel, danach entscheidet eine OPA-Regel, ob das Artefakt weiter darf. Das Feedback kommt in Minuten, und Semgrep, Trivy, Syft und Cosign sind Open Source. In Jenkins oder Azure DevOps sieht die Stufe genauso aus, nur die Syntax wechselt.
- 01SAST, DAST und SCA in jeder Pipeline-Stufe
- 02Container Security: Image-Scan mit Trivy oder Snyk, signierte Images, Registry-Policy
- 03Automatisierte SBOM-Generierung (CycloneDX, SPDX)
- 04Policy-as-Code mit Open Policy Agent (OPA)
- 05IEC-62443-Prüfungen für industrielle Systeme
- 06Secret-Management mit HashiCorp Vault
- 07Automatisierte Audit-Trails und Reporting
- 08Schulungen für Entwicklungsteams und Geschäftsleitung
Wie funktioniert Schwachstellenmanagement in der CI/CD-Pipeline?
Schwachstellenmanagement läuft in der CI/CD-Pipeline SBOM-basiert: Jeder Build erzeugt eine SBOM, der Dependency-Scan gleicht sie gegen bekannte CVEs ab, und die Pipeline sortiert die Treffer nach CVSS-Score und Ausnutzbarkeit, statt jede Meldung als Blocker zu behandeln. Der Scan-Report liegt beim Artefakt und ist im Audit der Nachweis, dass Sie Ihre Schwachstellen kennen und bewertet haben.
Freitag, 15 Uhr, ein CVE in einer Logging-Bibliothek, die in drei Produkten steckt. Mit dem Scan im Build zeigt der nächste Lauf, welche Releases betroffen sind, und am Montag steht die Priorität fest. Ohne ihn taucht dieselbe Frage im Audit auf, plus der Frage, wie lange Sie davon nichts wussten.
Was ist bei DevSecOps für SPS und Embedded anders?
Steuerungen laufen zwanzig Jahre, Anlagen lassen sich nicht beliebig neu starten, und das Engineering-Netz ist oft vom Internet getrennt. DevSecOps funktioniert dort trotzdem, mit anderen Bausteinen: Steuerungsprojekte liegen versioniert in Git, Build- und Prüfumgebungen laufen auch im abgeschotteten Netz, und eine Hardware-in-the-Loop-Stufe testet die Firmware, bevor sie auf eine Maschine geht.
Wie das für Siemens-Projekte konkret aussieht, zeigt der Anwendungsfall Maschinenbau und SPS/PLC. Wie ein TIA-Portal-Projekt in Git landet, beschreibt der Artikel TIA Portal mit Git versionieren. Die Grundlagen zum Schutz von Anlagen stehen im Glossar OT Security.
AIWie führen Sie
DevSecOps ein?
In fünf Stufen, und die Reihenfolge zählt mehr als die Werkzeuge. Wer zuerst Scanner kauft und dann merkt, dass niemand die Befunde bearbeitet, hat am Ende vor allem eine Liste offener Punkte mit Zeitstempel.
- /01
Bestandsaufnahme und Betroffenheit
Welche Produkte fallen unter den Cyber Resilience Act, ist Ihr Unternehmen eine Einrichtung nach NIS2, und wo entstehen heute schon Nachweise? Daraus ergibt sich, welche Lücke zuerst geschlossen wird.
Ergebnis: Betroffenheitsbild und priorisierte Lückenliste
- /02
Pipeline-Fundament
Durchgängige Versionierung, auch für SPS- und Embedded-Projekte, reproduzierbare Builds und eine zentrale CI/CD-Plattform. Eine bestehende Jenkins-, GitLab- oder Azure-DevOps-Landschaft bleibt und wird ergänzt.
Ergebnis: Jeder Build ist nachvollziehbar und wiederholbar
- /03
Prüfungen automatisieren
SAST, Dependency-Scan und SBOM bei jedem Build, der Container-Scan vor dem Deployment. Jeder Befund bekommt eine Priorität und einen Verantwortlichen, sonst bleibt er liegen.
Ergebnis: Schwachstellen erscheinen im Merge Request
- /04
Nachweise und Meldewege
Signierte Artefakte, ein Audit-Trail aus Git und ein festgelegter Weg für Schwachstellenmeldungen, einschließlich der CRA-Frühwarnung binnen 24 Stunden.
Ergebnis: Der Nachweis je Release liegt beim Artefakt
- /05
Organisation befähigen
Schulung der Entwicklungsteams und, wie § 38 BSIG es verlangt, der Geschäftsleitung. Dazu klare Zuständigkeiten zwischen Entwicklung, IT-Betrieb und OT.
Ergebnis: Ihr Team betreibt die Gates selbst
Drei Wochen Excel-Archäologie vor jedem Audit, so sah die Vorbereitung vorher aus. Im ersten Audit danach ist der Nachweis ein Klick auf den Pipeline-Report: SBOM, Scan-Ergebnisse, Freigaben, lückenlos, weil sie nebenbei entstanden sind. Den Ordner, den Ihr Security-Team zum ersten Audit vorsichtshalber noch mitbringt, lässt es beim zweiten im Schrank.
AIWelche Nachweise
verlangen NIS2,
CRA und IEC 62443?
Alle drei verlangen am Ende dasselbe: belegbares Schwachstellenmanagement, eine bekannte Lieferkette und nachvollziehbare Freigaben. NIS2 fragt das von Ihrem Unternehmen als Einrichtung ab, der Cyber Resilience Act von jedem Produkt mit Software, IEC 62443 liefert für beides die technischen Anforderungen. Welches Regelwerk Sie zuerst trifft, ordnen zwei Klicks ein.
Welche Regulierung trifft Sie zuerst?
NIS2, CRA, IEC 62443, ASPICE — für die meisten Unternehmen sind zwei davon relevant und eine davon zuerst. Zwei Klicks ordnen ein, welche das bei Ihnen ist und was sie konkret für Ihre Pipeline bedeutet.
In welcher Rolle sind Sie betroffen?
NIS2 (BSIG)
Seit dem 06.12.2025 gilt das neue BSIG ohne Übergangsfrist. Bis zum 30.09.2026 haben sich 20.141 Einrichtungen beim BSI registriert, 4.739 Registrierungen nennen das verarbeitende Gewerbe als Sektor. Für die Pipeline zählen die Maßnahmen nach § 30 BSIG: Schwachstellenmanagement, Sicherheit der Lieferkette und Nachweise, die ein Prüfer lesen kann.
- Registrierung im BSI-Portal, die Frist lief am 06.03.2026 ab
- Geschäftsleitung setzt die Maßnahmen um, überwacht sie und lässt sich schulen (§ 38 BSIG)
- Erstmeldung erheblicher Vorfälle binnen 24 Stunden, Meldung binnen 72 Stunden (§ 32 BSIG)
- Bußgelder bis 10 Mio. € für besonders wichtige, bis 7 Mio. € für wichtige Einrichtungen (§ 65 BSIG)
Cyber Resilience Act
Verpflichtet Hersteller von Produkten mit digitalen Elementen zu Security by Design über den gesamten Lebenszyklus, Maschinen mit vernetzter Steuerung eingeschlossen. Im Oktober 2026 hat der Bundestag das deutsche Durchführungsgesetz beschlossen, das BSI wird damit Marktüberwachungsbehörde. Die Pipeline, die Scans, SBOM und Freigaben bei jedem Build ablegt, ist der Nachweis.
- 11.06.2026: Konformitätsbewertungsstellen können notifiziert werden
- 11.09.2026: Frühwarnung binnen 24 Stunden bei aktiv ausgenutzten Schwachstellen und schwerwiegenden Vorfällen, an CSIRT und ENISA
- 11.12.2027: CRA vollständig anwendbar, keine CE-Kennzeichnung ohne Cyber-Compliance
- SBOM, Schwachstellenmanagement über den Lebenszyklus, Security-Updates über den Supportzeitraum
EU AI Act
Pflichten für Anbieter von General-Purpose-AI-Modellen gelten seit dem 02.08.2025. Für Hochrisiko-KI hat der Digital Omnibus (Verordnung (EU) 2026/1744) die Stichtage verschoben: 02.12.2027 für Anhang III, etwa KI als Sicherheitskomponente kritischer Infrastruktur, 02.08.2028 für KI mit Sicherheitsfunktion in Maschinen. Eine Kamera-KI, die ohne Sicherheitsfunktion Oberflächenfehler aussortiert, ist in der Regel kein Hochrisiko-System.
- 02.08.2025: GPAI-Anbieterpflichten, AI Office und nationale Behörden arbeiten
- 02.12.2027: Hochrisiko-KI nach Anhang III
- 02.08.2028: Hochrisiko-KI als Sicherheitsbauteil von Maschinen und Produkten nach Anhang I
- In der Pipeline: Modell-Versionierung, Daten-Lineage, Audit-Trail, Tests und Logging
DORA
Der Digital Operational Resilience Act regelt die digitale Widerstandsfähigkeit im Finanzsektor: Banken, Versicherungen, Zahlungsdienstleister und deren IT-Dienstleister. Für Industrieunternehmen wird er relevant, wenn sie Software an Finanzinstitute liefern.
- IKT-Risikomanagement-Framework
- Regelmäßige Resilienztests, für ausgewählte Institute TLPT
- Risikomanagement für IKT-Drittdienstleister
- Meldung schwerwiegender IKT-Vorfälle
Vertiefung: NIS2: Wer ist betroffen? · CRA und Maschinenverordnung · IEC 62443
Das ist viel auf einmal, und niemand baut das an einem Wochenende. Kein Team, mit dem wir starten, hat all das fertig. Die meisten haben Scans, ein Artefakt-Repository und eine Ahnung, wo die Lücken sind. Wo Sie tatsächlich stehen und was zuerst drankommt, klären wir in einem fachlichen Erstgespräch.
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Wer baut DevSecOps
in Ihre Pipeline?
Comquent, ein DevOps-Beratungshaus aus Puchheim bei München, baut Security-Prüfungen in bestehende Jenkins-, GitLab- und Azure-DevOps-Pipelines ein, für IT und für Steuerungen. Am Anfang steht ein Gespräch über Ihren Ist-Stand, nicht ein Scanner: Welche Regelwerke greifen, was weist Ihre Pipeline heute schon nach, und welche der fünf Stufen fehlt zuerst?
- Dauer
- 30 Minuten, remote
- Am Tisch
- Security oder Compliance und wer die Pipeline betreut
- Ergebnis
- Welche Regelwerke greifen und welche Stufe zuerst kommt
- Danach
- Ein Angebot nur, wenn Sie eines möchten
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Andreas Schönfeld
Geschäftsführer & DevOps-Berater, Comquent GmbH
Shift-Left Security, SBOM-Automatisierung und Policy-as-Code für IT und OT. CI/CD-Projekte in Industrie und Automotive seit 2006.
Wie weit Ihre Pipeline insgesamt trägt, zeigt der DevOps-Reifegrad-Check. Die Fristen und den Stufenplan zum Weitergeben enthält das Whitepaper darunter.
3 Minuten · ohne Anmeldung

Whitepaper · 12 Seiten · PDF
DevSecOps für regulierte Branchen.
NIS2, Cyber Resilience Act, UNECE R155/R156 und IEC 62443 gelten für verschiedene Unternehmen und verlangen am Ende dasselbe: einen nachweisbar sicheren, automatisierten Entwicklungsprozess. Das Whitepaper ordnet die Fristen ein und zeigt den Weg dorthin, für Geschäftsführung, IT-Leitung und Produktverantwortliche.
- /01Vier Regelwerke und ihre Fristen 2026/2027 auf einer Seite
- /02Fünf DevSecOps-Bausteine, von SAST bis Policy Gate
- /03Werkzeugtabelle für IT, OT und Embedded
- /04Die Pipeline als Nachweis, mit einer Frage aus einem OEM-Audit
- /05Stufenplan vom Ist-Stand bis zur Konformität
Whitepaper anfordern
Kostenlos · per E-Mail · DSGVO-konform
Was sind die Prinzipien
von DevSecOps?
Fünf Prinzipien tragen die Pipeline: früh prüfen (Shift-Left), Regeln als Code, ein sicherer Entwicklungsprozess nach IEC 62443-4-1, eine bekannte Lieferkette mit SBOM und Compliance, die sich selbst dokumentiert.
- /01
Shift-Left Security
Geprüft wird beim Commit, nicht kurz vor dem Release.
Shift-Left heißt, die Security-Checks laufen so früh wie möglich: SAST bei jedem Commit, Secret Scanning gegen versehentlich eingecheckte Zugangsdaten, Dependency Scanning auf bekannte Schwachstellen und ein Scan der Container-Images vor dem Deployment. Ein Befund fällt dann an dem Tag auf, an dem er entstanden ist, und der Entwickler hat den Code noch im Kopf.
- /02
Policy-as-Code
Compliance als Regel im Repository, mit Review und Historie.
Mit Open Policy Agent (OPA), HashiCorp Sentinel oder AWS Config Rules schreiben Sie Policy-as-Code: Regeln, die die Pipeline bei jedem Deployment prüft. Ändert sich eine Vorgabe, ändert sich eine Zeile im Repository. Für regulierte Branchen wird Compliance damit zu einem Quality Gate, das bei jedem Build greift und nicht einmal im Jahr beim Audit.
- /03
IEC 62443-4-1
Der sichere Entwicklungsprozess für Automatisierungskomponenten.
Die Normenreihe IEC 62443 deckt Risikobewertung, Zonen und Conduits, Zugangskontrolle und Patch-Management ab. Für die Pipeline zählt vor allem Teil 4-1, der Secure Development Lifecycle: Threat Modeling, Secure Coding, Schwachstellen-Tests und Update-Management als Build-Schritte mit Nachweis. Unsere Pipelines prüfen außerdem, ob ein Deployment zum Security Level der Zielzone passt. Wie das in der Fertigung aussieht, beschreibt der Artikel DevSecOps nach IEC 62443.
- /04
Supply Chain Security mit SBOM
Jedes Release kennt seine Bestandteile und seine Herkunft.
Die Pipeline erzeugt zu jedem Release eine SBOM mit allen Abhängigkeiten, Lizenzen und bekannten Schwachstellen, im Format CycloneDX oder SPDX. Dazu kommen signierte Artefakte mit Sigstore/Cosign und Provenance-Daten nach SLSA. Damit lässt sich belegen, dass das ausgelieferte Binary aus genau diesem Commit stammt. Schritt für Schritt zeigt das die Anleitung SBOM erstellen.
- /05
Compliance-Automatisierung
ISO 27001, SOC 2 und PCI-DSS ohne wochenlange Audit-Vorbereitung.
Die Pipeline schreibt den Audit-Trail selbst, prüft Konfigurationen laufend gegen eine Baseline und meldet Abweichungen, sobald sie auftreten. Der Nachweis liegt jederzeit vor und entsteht nicht erst in der Woche vor dem Audit.
SolarWinds.
Log4Shell.
xz-utils.
Alle drei Angriffe kamen über die Lieferkette: ein kompromittiertes Build-System, eine Logging-Bibliothek in Millionen Anwendungen, eine Hintertür in einem Kompressionswerkzeug. Den eigenen Code abzusichern reicht deshalb nicht. SBOM, signierte Artefakte und Provenance-Daten werden zur Pflicht, in der EU über den Cyber Resilience Act.
Seit dem 11.09.2026 gilt die Meldepflicht aus dem CRA-Stufenplan, ab dem 11.12.2027 werden SBOM, Schwachstellenmanagement und nachweisbare Herkunft zur Lieferbedingung. Ihre Kunden werden danach fragen, bevor es der Gesetzgeber tut. Besonders betroffen sind Maschinenbau und SPS/PLC.
Häufige Fragen
zu DevSecOps.
Q.01Was ist DevSecOps?
DevSecOps ist die Erweiterung von DevOps um Security als festen Bestandteil jeder Pipeline-Stufe, von Commit über Build und Test bis Deployment und Betrieb. Statt eines Penetrationstests kurz vor dem Release laufen SAST, Dependency-Scans, Container-Scans und SBOM-Erzeugung automatisiert bei jedem Build; Compliance-Regeln stehen als Policy-as-Code im Repository. Für Industrieunternehmen ist das der praktikable Weg, NIS2, IEC 62443 und Cyber Resilience Act nachweisbar zu erfüllen, ohne dass jedes Release auf ein Security-Gate wartet.
Q.02Wie halten wir Compliance in automatisierten DevOps-Pipelines aufrecht?
Compliance in automatisierten Pipelines bleibt erhalten, wenn die Regeln selbst in der Pipeline stehen: Policy-as-Code-Gates prüfen jedes Deployment gegen die Vorgaben, jeder Build erzeugt eine SBOM, Artefakte sind signiert, und der Audit-Trail kommt aus dem Versionskontrollsystem, das Commit, Review und Freigabe ohnehin protokolliert. Ändert sich eine Anforderung, ändert sich eine Regel im Repository, mit Review und Historie wie jede andere Codeänderung. Für die NIS2-Umsetzung heißt das, die Maßnahmen nach § 30 BSIG (Schwachstellenmanagement, Sicherheit der Lieferkette, Nachweise) laufen als Build-Schritte mit, statt dass jemand sie vor dem Audit aus Tickets rekonstruiert.
Q.03SAST oder DAST: Was gehört in welche Pipeline-Stufe?
Beides, nacheinander: SAST im Build, DAST in Staging. SAST (Static Application Security Testing) analysiert den Quellcode, ohne ihn auszuführen, und gehört direkt hinter den Commit, weil ein Fund dort am günstigsten zu beheben ist. DAST (Dynamic Application Security Testing) testet die laufende Anwendung von außen und braucht deshalb eine Staging-Umgebung nach dem Deployment. Dazwischen liegt SCA (Software Composition Analysis), der Dependency-Scan gegen bekannte Schwachstellen in Bibliotheken. Wer nur eines davon fährt, sieht entweder die eigenen Fehler oder die der Konfiguration, aber nie beides.
Q.04Wie hängen DevSecOps und IEC 62443 zusammen?
IEC 62443-4-1 beschreibt einen sicheren Entwicklungsprozess für Automatisierungskomponenten: Anforderungen an Threat Modeling, Secure Coding, Schwachstellen-Tests, Update-Management und Dokumentation. DevSecOps ist die Art, diese Anforderungen technisch umzusetzen: Die Pipeline führt die geforderten Prüfungen bei jedem Build aus und legt die Nachweise automatisch ab. Für die Zertifizierung zählt dann nicht mehr die Erinnerung des Teams, sondern der Pipeline-Report, inklusive Security Level (SL 1–4), gegen das die Komponente getestet wurde.
Q.05Was bedeutet NIS2 für mein Unternehmen?
Als wichtige oder besonders wichtige Einrichtung nach § 28 BSIG müssen Sie sich beim BSI registrieren, Risikomanagementmaßnahmen nach § 30 BSIG umsetzen und erhebliche Sicherheitsvorfälle melden, die Erstmeldung binnen 24 Stunden. Das Gesetz gilt seit dem 06.12.2025 ohne Übergangsfrist, die Registrierungsfrist lief am 06.03.2026 ab, und bis zum 30.09.2026 hatten sich 20.141 Einrichtungen registriert. Die Geschäftsleitung muss die Maßnahmen umsetzen, überwachen und sich schulen lassen; verletzt sie diese Pflichten, haftet sie der eigenen Einrichtung nach Gesellschaftsrecht (§ 38 BSIG). Bußgelder reichen bis 10 Mio. € für besonders wichtige und bis 7 Mio. € für wichtige Einrichtungen (§ 65 BSIG).
Q.06Was ist der Cyber Resilience Act?
Der CRA verpflichtet Hersteller digitaler Produkte zu Security-by-Design über den gesamten Lebenszyklus. Der Stufenplan: ab 11.06.2026 können Konformitätsbewertungsstellen notifiziert werden, ab 11.09.2026 müssen Hersteller aktiv ausgenutzte Schwachstellen und schwerwiegende Sicherheitsvorfälle binnen 24 Stunden als Frühwarnung an das zuständige CSIRT und die ENISA melden, ab 11.12.2027 ist der CRA vollständig anwendbar und ohne Cyber-Compliance keine CE-Kennzeichnung mehr zulässig. Pflichten sind unter anderem SBOM, Schwachstellenmanagement und Security-Updates über den Supportzeitraum, in der Regel mindestens fünf Jahre.
Q.07Was ist ein SBOM (Software Bill of Materials)?
Eine SBOM ist eine maschinenlesbare Liste aller Softwarekomponenten, Abhängigkeiten und Lizenzen eines Produkts. Der EU Cyber Resilience Act macht sie spätestens mit der Vollanwendung am 11.12.2027 zur Pflicht, die Meldepflicht greift bereits seit dem 11.09.2026. Automatisierte SBOM-Generierung (CycloneDX, SPDX) in der Pipeline hält die Liste bei jedem Build aktuell.
Q.08Was ist Shift-Left Security?
Shift-Left Security verlegt Sicherheitsprüfungen so früh wie möglich in den Entwicklungsprozess, idealerweise an den Commit. SAST, Dependency-Scans und Container-Scans laufen dann automatisch bei jedem Build. Schwachstellen fallen auf, solange sie günstig zu beheben sind und der Entwickler den Code noch im Kopf hat.
Q.09Was ist der Unterschied zwischen Security by Design und Security by Default?
Security by Design heißt, Sicherheit wird von Anfang an in Architektur und Entwicklung eingeplant; Security by Default heißt, das Produkt wird mit sicherer Grundkonfiguration ausgeliefert, etwa ohne Standardpasswörter und mit abgeschalteten unnötigen Diensten. Der Cyber Resilience Act verlangt beides: Anhang I fordert Produkte, die nach ihrem Risiko sicher konzipiert sind und mit einer sicheren Standardkonfiguration auf den Markt kommen. In der Pipeline lässt sich Security by Default prüfen, zum Beispiel mit einer Regel, die Images mit Standard-Zugangsdaten oder offenen Debug-Ports nicht freigibt.
Q.10Wie implementiert man Policy-as-Code?
Policy-as-Code schreibt Compliance-Anforderungen als maschinenlesbare Regeln ins Repository, und die Pipeline prüft sie bei jedem Deployment automatisch. Werkzeuge wie Open Policy Agent (OPA) oder HashiCorp Sentinel machen die Regeln versionierbar und testbar. Eine Änderung an einer Vorgabe läuft dann durch dasselbe Review wie jede Codeänderung.
Q.11Was bedeutet der EU AI Act für CI/CD-Pipelines?
Seit dem 02.08.2025 gelten die Pflichten der KI-Verordnung für General-Purpose-AI-Anbieter (Transparenz, Copyright-Policy, technische Dokumentation), und die Governance-Strukturen (AI Office, nationale Behörden) sind operativ. Für die Pipeline zählen die Hochrisiko-Pflichten, deren Stichtage der Digital Omnibus (Verordnung (EU) 2026/1744) verschoben hat. KI-Systeme nach Anhang III, etwa als Sicherheitskomponente kritischer Infrastruktur, müssen ab dem 02.12.2027 dokumentiert, getestet und überwachbar sein, KI mit Sicherheitsfunktion in Maschinen ab dem 02.08.2028. CI/CD-Pipelines werden damit zur Compliance-Infrastruktur: Modell-Versionierung, Trainings-Daten-Lineage, Audit-Trail, Bias-Tests, Human-Oversight-Hooks und Cybersecurity-Checks gehören in die Pipeline. Wir helfen, das pragmatisch in bestehende Jenkins-, GitLab- und Azure-DevOps-Setups zu integrieren.
- /01Wenn Sie zuerst wissen wollen, wie weit Ihre Pipeline schon trägtReifegrad-Check →
- /02Wenn die Nachweise stehen, aber niemand die Pipelines betreiben willManaged CI/CD →
- /03Wenn es um Steuerungen und Anlagen geht, nicht um ServerIndustrial DevOps →
Wie möchten Sie bei DevSecOps weitergehen?
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Was am Anfang wie eine Frist aussah, ist am Ende ein Build-Schritt: Der Nachweis entsteht dort, wo ohnehin gebaut wird, und liegt vor, bevor jemand danach fragt.
Erstgespräch.
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