Jenkins. GitLab CI.
Azure DevOps.
Ehrlich verglichen.
Ein Vergleich der drei führenden CI/CD-Plattformen: Stärken, Schwächen, Einsatzszenarien und Migrationspfade. Basierend auf 47+ Projekten.

Andreas Schönfeld
Geschäftsführer & DevOps-Berater, Comquent GmbH
18+ Jahre Erfahrung in DevOps, CI/CD und Industrial Automation
Drei Plattformen.
Drei Stärken.
Eine Entscheidung.
Jenkins ist der flexibelste CI/CD-Server mit über 1.800 Plugins — ideal für On-Premise, Air-Gap-Umgebungen und industrielle Automatisierung. Der Wartungsaufwand ist hoch.
GitLab CI bietet als All-in-One-Plattform den schnellsten Einstieg mit integrierten DevSecOps-Features — wächst im Enterprise-Segment am schnellsten (+34 % YoY).
Azure DevOps ist die beste Wahl für Unternehmen im Microsoft-Ökosystem mit starken Compliance- und Governance-Features. Die richtige Wahl hängt von Teamgröße, Infrastruktur, Branche und Compliance ab — nicht vom Tool selbst.
Quellen: State of DevOps Report 2025 · JetBrains State of Developer Ecosystem 2025 · EITT Academy CI/CD Analysis 2026
Welches Tool?
Es kommt drauf an.
"Welches CI/CD-Tool sollen wir einsetzen?" — diese Frage hoeren wir in fast jedem Beratungsprojekt. Die ehrliche Antwort: Es kommt drauf an. Nicht auf das Tool, sondern auf Ihre Situation: Teamgröße, vorhandene Infrastruktur, Branche, Compliance-Anforderungen und — oft unterschaetzt — die Fähigkeiten Ihres Teams.
In diesem Artikel vergleichen wir die drei Plattformen, die wir in der Praxis am häufigsten antreffen: Jenkins, GitLab CI und Azure DevOps. Nicht als abstrakter Feature-Vergleich, sondern basierend auf konkreten Erfahrungen aus über 100 Projekten — vom Maschinenbauer mit TIA-Portal-Pipelines bis zum Cloud-Native-Startup.
GitHub Actions, CircleCI und Tekton behandeln wir in separaten Vergleichen — eine Einordnung von GitHub Actions findet sich weiter unten.
Stärken und
Schwächen — ehrlich.
- /01
Jenkins
Der Open-Source-Veteran.
Jenkins ist ein quelloffener Automatisierungsserver für Continuous Integration und Continuous Delivery. Mit über 1.800 Plugins und einer Controller-Agent-Architektur ist Jenkins das flexibelste CI/CD-Tool am Markt — und mit über 15 Jahren Entwicklung das am laengsten etablierte. Jenkins wird noch in rund 80 % der Fortune-500-Unternehmen eingesetzt und ist besonders in industriellen Umgebungen mit Sonderschnittstellen (SPS, TIA Portal, Embedded) die erste Wahl.
Stärken- Maximale Flexibilitaet — fast alles konfigurierbar
- 1.800+ Plugins für jeden Use Case
- Keine Vendor-Lock-In-Gefahr (Open Source)
- Starke Community und riesiges Ökosystem
- Ideal für komplexe, nicht-standardisierte Pipelines
- On-Premise-first — volle Kontrolle
Schwächen- Steile Lernkurve, hoher Wartungsaufwand
- Plugin-Kompatibilitaet kann Probleme bereiten
- UI wirkt veraltet (Classic UI)
- Skalierung erfordert eigene Infrastruktur
- Kein integriertes Source-Code-Management
- Security-Patches selbst einspielen
Am besten geeignet fürUnternehmen mit komplexen, heterogenen Umgebungen, On-Premise-Anforderungen und erfahrenen DevOps-Teams. Besonders stark in der industriellen Automatisierung.
- /02
GitLab CI
Die All-in-One-Plattform.
GitLab CI ist die integrierte CI/CD-Lösung der GitLab-Plattform. Im Gegensatz zu Jenkins bietet GitLab CI eine einheitliche Umgebung für Versionskontrolle, CI/CD-Pipelines, Container-Registry und Security-Scanning. GitLab CI wächst im Enterprise-Segment am schnellsten aller CI/CD-Plattformen (+34 % YoY in 2025) und bietet native DevSecOps-Features wie SAST, DAST und Dependency Scanning ohne zusaetzliche Plugins.
Stärken- Vollintegrierte Plattform: SCM + CI/CD + Registry + Security
- Einfache YAML-basierte Pipeline-Konfiguration
- Built-in Container Registry und Package Registry
- DevSecOps-Features out-of-the-box
- Self-Hosted oder SaaS — freie Wahl
- Auto DevOps für schnellen Einstieg
Schwächen- Ressourcenhungrig bei Self-Hosted-Installation
- Weniger Plugins/Integrationen als Jenkins
- Premium-Features nur in kostenpflichtigen Tiers
- Komplexe Konfiguration bei Multi-Projekt-Pipelines
- Runner-Management bei großen Teams aufwendig
- Vendor-Lock-In bei starker Nutzung der Plattform-Features
Am besten geeignet fürTeams, die eine einheitliche Plattform für den gesamten Software-Lifecycle wollen. Ideal für Startups bis Mittelstand, die schnell produktiv sein moechten.
- /03
Azure DevOps
Das Enterprise-Ökosystem.
Azure DevOps ist Microsofts umfassende DevOps-Plattform, bestehend aus Azure Pipelines, Azure Repos, Azure Boards, Azure Artifacts und Azure Test Plans. Die nahtlose Integration in das Microsoft-Ökosystem (Azure Cloud, Active Directory, Teams, VS Code) macht Azure DevOps zur natürlichen Wahl für Unternehmen mit bestehendem Microsoft-Stack und hohen Compliance-Anforderungen.
Stärken- Nahtlose Integration in Microsoft-Ökosystem
- Azure Boards + Azure Repos + Azure Pipelines
- Exzellentes Rechte- und Compliance-Management
- Hybrid-Cloud: On-Premise-Agents + Cloud-Hosted
- Starke Enterprise-Features (Audit Logs, Governance)
- Guter Support und SLAs für Unternehmen
Schwächen- Starke Bindung an Microsoft-Ökosystem
- YAML-Pipelines komplexer als bei GitLab
- Kosten skalieren mit Nutzern und Parallel-Jobs
- Weniger Community-Erweiterungen als Jenkins
- UI kann für Einsteiger ueberwaeltigend sein
- Manche Features nur in Azure Cloud verfügbar
Am besten geeignet fürUnternehmen, die bereits im Microsoft-Ökosystem arbeiten. Stark in regulierten Branchen mit hohen Compliance-Anforderungen.
Neun Kategorien.
Direkter Test.
Systematischer Vergleich über 9 Schluesselkategorien — basierend auf praktischer Erfahrung, nicht auf Marketing-Material.
| Kriterium | Jenkins | GitLab CI | Azure DevOps |
|---|---|---|---|
| Installation & Setup | Manuell, aufwendig — Docker oder Paketmanager | Docker/Helm oder SaaS — schnell produktiv | SaaS sofort nutzbar, On-Prem via Azure DevOps Server |
| Pipeline-Konfiguration | Jenkinsfile (Groovy) — maechtig, aber komplex | .gitlab-ci.yml — intuitiv, gut dokumentiert | azure-pipelines.yml — maechtig, steile Lernkurve |
| Erweiterbarkeit | 1.800+ Plugins (Community-gepflegt) | ~100 native Integrationen + Custom Runner | ~1.000 Marketplace-Extensions (MS-fokussiert) |
| Security (DevSecOps) | Über Plugins (OWASP, SonarQube, Trivy) | Built-in SAST, DAST, Container/Dependency Scanning | Microsoft Defender, GitHub Advanced Security |
| Skalierung | Agent-basiert, selbst verwaltet — aufwendig | Auto-Scaling Runner, Kubernetes-Integration | Microsoft-hosted Agents, Auto-Scale in Azure |
| Kosten | Open Source (0 EUR) — Infrastruktur ab ca. 50-200 EUR/Monat | Free Tier, Premium ab $29/User/Monat | Kostenlos bis 5 User, ab $6/User/Monat + $40/Parallel-Job |
| On-Premise / Air-Gap | Nativ On-Premise, ideal für Air-Gap | Self-Managed Edition verfügbar | Azure DevOps Server möglich, eingeschränkter Umfang |
| Industrial DevOps | TIA Openness, PLCSim, Embedded — breit unterstützt | Möglich via Custom Runner, weniger OT-Integrationen | Windows-Agents für TIA Portal, aber weniger OT-Fokus |
| Marktposition 2025/2026 | 80 % Fortune 500, Marktanteil ruecklaeufig (-8 % YoY) | Schnellstes Wachstum im Enterprise-Segment (+34 % YoY) | Stark in Microsoft-zentrierten Unternehmen, stabil |
Was kosten die Tools
wirklich?
Die Lizenzkosten sind nur ein Bruchteil der tatsaechlichen Kosten. TCO umfasst Infrastruktur, Wartung, Schulung. Realistische Einschaetzung für ein 20-Personen-Team.
| Kostenart | Jenkins | GitLab CI Premium | Azure DevOps |
|---|---|---|---|
| Lizenz | 0 EUR (Open Source) | ca. 7.000 EUR ($29/User x 20) | ca. 1.440 EUR ($6/User x 20) |
| Infrastruktur | 2.400-6.000 EUR | 0 EUR (SaaS) oder 2.400-4.800 EUR | 0 EUR (SaaS) + ca. 960 EUR Jobs |
| Wartung/Admin | 8.000-15.000 EUR (0,5-1 FTE) | 2.000-5.000 EUR (0,1-0,3 FTE) | 2.000-4.000 EUR (0,1-0,2 FTE) |
| Schulung | 3.000-6.000 EUR | 1.500-3.000 EUR | 1.500-3.000 EUR |
| Gesamt (ca.) | 13.400-27.000 EUR | 10.500-19.800 EUR | 5.900-9.400 EUR |
Zahlen basieren auf Erfahrungswerten aus Kundenprojekten und können je nach Komplexitaet variieren.
Jenkins
Plugin-Updates und Kompatibilitaetsprobleme kosten Tage an DevOps-Zeit. Security-Patching liegt komplett bei Ihnen.
GitLab CI
Premium-Features (Security-Scanning, Compliance) nur in kostenpflichtigen Tiers. Self-Hosted-Instanzen brauchen leistungsfaehige Server.
Azure DevOps
Parallel-Jobs kosten extra ($40/Job/Monat). Microsoft-hosted Agents haben Limitierungen bei Build-Zeiten.
Dieselbe Pipeline.
Drei Sprachen.
Build-Test-Deploy als einfaches Beispiel — Jenkinsfile vs. .gitlab-ci.yml vs. azure-pipelines.yml.
pipeline {
agent any
stages {
stage('Build') {
steps { sh 'make build' }
}
stage('Test') {
steps { sh 'make test' }
}
stage('Deploy') {
when { branch 'main' }
steps { sh 'make deploy' }
}
}
}stages: [build, test, deploy] build: stage: build script: make build test: stage: test script: make test deploy: stage: deploy script: make deploy only: [main]
trigger: [main]
stages:
- stage: Build
jobs:
- job: BuildJob
steps:
- script: make build
- stage: Test
jobs:
- job: TestJob
steps:
- script: make test
- stage: Deploy
condition: eq(variables
['Build.SourceBranch'],
'refs/heads/main')
jobs:
- job: DeployJob
steps:
- script: make deploy68 % im OSS.
Warum nicht hier?
GitHub Actions dominiert im Open-Source-Bereich (68 % aller GitHub-Projekte) und hat sich seit 2023 von einer Nischenlösung zum Enterprise-Standard entwickelt. Wir haben GitHub Actions bewusst aus diesem Vergleich ausgeklammert — nicht weil es schlecht ist, sondern weil es ein anderes Problem loest.
GitHub Actions ist repository-zentriert: Es funktioniert ausschliesslich mit GitHub-Repositories und ist tief in das GitHub-Ökosystem integriert.
- /01Kein On-Premise ohne GitHub Enterprise Server (Lizenzkosten ab ca. $21/User/Monat)
- /02Keine native OT-/Industrial-Integration (TIA Portal, PLCSim, proprietaere Toolchains)
- /03Vendor-Lock-In an GitHub — Pipelines sind nicht portabel
- /04YAML hat Ausdrucksgrenzen — keine Schleifen, keine Funktionen wie in Groovy
| Kategorie | GitHub Actions |
|---|---|
| Modell | Cloud-native, Repository-integriert |
| Kosten | 2.000 Min/Monat kostenlos (Private Repos), danach nach Verbrauch |
| Stärke | Schnellster Einstieg, größter Action-Marketplace (15.000+) |
| Schwäche | GitHub-Lock-In, keine On-Premise ohne Enterprise Server |
| Am besten für | GitHub-native Teams, Open Source, Cloud-Startups |
Fuenf Szenarien.
Klare Empfehlung.
Die richtige Wahl hängt von Ihrem Kontext ab. Hier unsere Empfehlungen für die häufigsten Szenarien.
- /01
Maschinenbau mit TIA Portal
→ JenkinsBeste Integration mit TIA Openness API und PLCSim. Windows-Agents nativ. 1.800+ Plugins für industrielle Toolchains. Volle Kontrolle in Air-Gap-Umgebungen.
- /02
Startup / Scale-up mit Cloud-Fokus
→ GitLab CISchneller Einstieg, alles aus einer Hand. Built-in Security. Kein Infrastruktur-Overhead. Auto DevOps für schnelle Ergebnisse.
- /03
Enterprise mit Microsoft-Stack
→ Azure DevOpsNahtlose Integration in Azure, Teams, Active Directory. Enterprise-Governance und Compliance. Hybrid-Cloud mit On-Prem-Agents.
- /04
Regulierte Branche (Pharma, Automotive)
→ Azure DevOps oder GitLabStarke Audit-Trails, Compliance-Features und Freigabe-Workflows. Azure DevOps bei Microsoft-Umgebung, GitLab bei Multi-Cloud.
- /05
Heterogene IT + OT-Umgebung
→ Jenkins + GitLab (Hybrid)Jenkins für OT-Pipelines (SPS, Embedded), GitLab für IT-Pipelines (Web, Cloud). Gemeinsame Artefakt-Verwaltung über Nexus/Artifactory.
Warum Jenkins
in der Industrie
dominiert.
Für Unternehmen aus Maschinenbau, Automotive und Energie ist die CI/CD-Tool-Wahl besonders kritisch. Industrielle Umgebungen haben Anforderungen, die klassische IT-CI/CD-Tools nicht abdecken: proprietaere Toolchains, Air-Gap-Netzwerke, Windows-basierte Build-Agents und Compliance nach IEC 62443.
- /01
TIA Portal Openness API
automatisierte Kompilierung und Export von SPS-Projekten - /02
PLCSim Advanced
Hardware-in-the-Loop-Tests in der CI/CD-Pipeline - /03
Windows-native Agents
viele OT-Tools laufen ausschliesslich unter Windows - /04
Air-Gap-fähig
Jenkins läuft komplett On-Premise ohne Internetzugang - /05
IEC 62443 Compliance
volle Kontrolle über Datenfluesse und Zugriffsrechte
GitLab CI und Azure DevOps können in industriellen Umgebungen eingesetzt werden, erfordern aber deutlich mehr Custom-Scripting und bieten keine nativen OT-Integrationen.
In der Praxis empfehlen wir häufig einen Hybrid-Ansatz: Jenkins für OT-Pipelines (SPS-Kompilierung, Embedded-Tests), GitLab CI für IT-Pipelines (Web-Applikationen, Cloud-Deployments). Artefakt-Verwaltung zentral über Nexus oder JFrog Artifactory.
Tool-Wechsel.
Aufwand und Risiken.
Bereits ein Tool im Einsatz und denken über einen Wechsel nach? Die wichtigsten Ueberlegungen.
- /01Aufwand: Mittel
Jenkins
→ GitLab CI- 01Jenkinsfile → .gitlab-ci.yml konvertieren (kein 1:1-Mapping)
- 02Plugin-Abhaengigkeiten identifizieren und Alternativen finden
- 03Shared Libraries → GitLab CI/CD Components migrieren
- 04Git-Repositories können übernommen werden
- /02Aufwand: Mittel bis Hoch
Jenkins
→ Azure DevOps- 01Jenkinsfile → azure-pipelines.yml konvertieren
- 02Task Groups und Variable Groups als Ersatz für Shared Libraries
- 03Azure Repos oder GitHub als SCM-Backend wählen
- 04Windows-basierte Agents sind nativ verfügbar
- /03Aufwand: Hoch
GitLab CI
→ Jenkins- 01.gitlab-ci.yml → Jenkinsfile konvertieren (Groovy lernen)
- 02Integrierte Features (Registry, Security) durch Plugins ersetzen
- 03Eigene Infrastruktur für Jenkins-Server aufbauen
- 04In der Praxis selten — meist wird von Jenkins weg migriert
Migrieren Sie nicht, weil ein Tool "moderner" klingt. Migrieren Sie nur, wenn Ihr aktuelles Tool ein konkretes Problem verursacht, das sich nicht loesen lässt. Tool-Migrationen sind teuer, disruptiv und binden Ressourcen über Monate. Oft ist es effektiver, das bestehende Tool besser zu nutzen. Sprechen Sie mit uns über Ihre Migration.
Kein bestes Tool.
Nur das passende.
Es gibt kein objektiv bestes CI/CD-Tool. Jenkins, GitLab CI und Azure DevOps sind alle leistungsfaehige Plattformen, die in Millionen von Projekten ihre Stärken beweisen. Die Frage ist nicht "Was ist besser?", sondern "Was passt zu uns?".
Unsere Kurzformel: Jenkins wenn maximale Flexibilitaet und On-Premise zaehlen. GitLab CI wenn Sie eine integrierte Plattform wollen. Azure DevOps wenn Sie im Microsoft-Ökosystem leben.
Und vergessen Sie nicht: Das Tool ist maximal 20 % des Erfolgs. Die anderen 80 % sind Pipeline-Design, Testautomatisierung, Kultur und Prozesse. Ein schlecht konfiguriertes GitLab CI ist nicht besser als ein gut gepflegtes Jenkins.
Was Kunden
wirklich fragen.
- Q.01
- Welches CI/CD-Tool ist das beste für Unternehmen?
- Es gibt kein universell bestes Tool — die Wahl hängt von bestehender Infrastruktur, Team-Kompetenz und spezifischen Anforderungen ab. Jenkins eignet sich für maximale Flexibilitaet, GitLab CI für integrierte DevOps-Plattformen und Azure DevOps für Microsoft-zentrierte Umgebungen.
- Q.02
- Ist Jenkins noch zeitgemaess im Jahr 2026?
- Ja, Jenkins bleibt mit über 1.800 Plugins das flexibelste CI/CD-Tool am Markt und ist besonders in industriellen Umgebungen mit Sonderschnittstellen unverzichtbar. Der Wartungsaufwand ist hoeher als bei SaaS-Alternativen, aber die Anpassungsfaehigkeit ist unuebertroffen.
- Q.03
- Was kostet die Migration von Jenkins zu GitLab CI?
- Die Migrationskosten hängen stark von der Komplexitaet der bestehenden Pipelines ab — bei 10-20 Pipelines rechnen Sie mit vier bis acht Wochen Aufwand. Neben der technischen Migration müssen auch Team-Schulungen und die Anpassung von Workflows einkalkuliert werden.
- Q.04
- Kann man Jenkins und GitLab CI gleichzeitig nutzen?
- Ja, ein hybrider Ansatz ist möglich und in der Praxis verbreitet — GitLab CI für Standard-Pipelines und Jenkins für Spezialfaelle mit Sonderschnittstellen. Die GitLab-Jenkins-Integration ermöglicht es, Jenkins-Jobs direkt aus GitLab-Pipelines zu triggern.
- Q.05
- Welches CI/CD-Tool eignet sich am besten für SPS-Entwicklung?
- Für SPS-Entwicklung mit Siemens TIA-Portal ist Jenkins die erste Wahl, da es über Kommandozeilenaufrufe und Custom-Plugins flexibel an proprietaere Toolchains angebunden werden kann. GitLab CI und Azure DevOps können ebenfalls genutzt werden, erfordern aber mehr Custom-Scripting.
- Q.06
- Was ist der Unterschied zwischen GitLab CI und GitHub Actions?
- GitLab CI ist Teil einer integrierten DevOps-Plattform mit integriertem Issue-Tracking, Registry und Security-Scanning, während GitHub Actions primaer ein CI/CD-Service innerhalb des GitHub-Oekosystems ist. GitLab CI bietet mehr Out-of-the-Box-Funktionalitaet, GitHub Actions punktet mit dem größeren Marketplace.
- Q.07
- Lohnt sich Azure DevOps auch ohne Azure Cloud?
- Azure DevOps kann auch On-Premise oder mit anderen Cloud-Anbietern genutzt werden, verliert dann aber seinen größten Vorteil — die nahtlose Integration mit Azure-Services. Für reine On-Premise-Umgebungen ohne Microsoft-Stack sind Jenkins oder GitLab CI die bessere Wahl.
- Q.08
- Wie wählt man das richtige CI/CD-Tool?
- Starten Sie mit einer Analyse Ihrer bestehenden Toolchain, der Team-Kompetenzen und der wichtigsten Anforderungen. Ein Proof of Concept mit dem favorisierten Tool auf einem realen Projekt liefert die solideste Entscheidungsgrundlage.
- Q.09
- Ist GitHub Actions besser als Jenkins?
- GitHub Actions ist einfacher einzurichten und ideal für GitHub-native Teams, ersetzt Jenkins aber nicht in komplexen Szenarien. Jenkins bietet mehr Flexibilitaet bei On-Premise-Umgebungen, industriellen Toolchains und heterogenen Infrastrukturen. GitHub Actions dominiert im Open-Source-Bereich (68 % der GitHub-Projekte), Jenkins im Enterprise- und Industrial-Segment.
- Q.10
- Was kostet der Betrieb von Jenkins im Vergleich zu GitLab CI?
- Jenkins ist als Open-Source-Tool lizenzfrei, erfordert aber eigene Server-Infrastruktur und einen höheren Wartungsaufwand (0,5-1 FTE-Anteil). GitLab CI Premium kostet ab $29/User/Monat, reduziert aber den Administrationsaufwand erheblich. Für ein 20-Personen-Team liegt der TCO bei Jenkins bei ca. 13.000-27.000 EUR/Jahr, bei GitLab CI bei ca. 10.500-20.000 EUR/Jahr.
- Q.11
- Welches CI/CD-Tool eignet sich für Industrial DevOps?
- Für Industrial DevOps ist Jenkins die erste Wahl. Jenkins lässt sich über Kommandozeilenaufrufe und Custom-Plugins an proprietaere Toolchains wie Siemens TIA Portal, PLCSim oder Beckhoff TwinCAT anbinden. Für IT/OT-Mischumgebungen empfehlen wir einen Hybrid-Ansatz: Jenkins für OT-Pipelines, GitLab CI für IT-Pipelines.
- Q.12
- Jenkins vs. GitLab CI vs. Azure DevOps vs. GitHub Actions: Welches Tool 2026?
- Für maximale Flexibilitaet und On-Premise: Jenkins. Für eine integrierte DevOps-Plattform mit Security: GitLab CI. Für Microsoft-Umgebungen: Azure DevOps. Für GitHub-native Teams und Open Source: GitHub Actions. Viele Unternehmen setzen auf Hybrid-Lösungen.
Welches Tool
passt zu Ihnen?
Wir beraten herstellerunabhaengig und empfehlen das Tool, das zu Ihrer Situation passt — nicht das, an dem wir am meisten verdienen.
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