Kostenlose DevOps-Analyse
Zurück zum Glossar
DevOps Glossar·OT / Industrial

SPS / PLC

// Direkte Antwort

Was ist eine SPS?

Eine Speicherprogrammierbare Steuerung (SPS, englisch PLC) ist ein Industriecomputer, der Maschinen und Anlagen in Echtzeit steuert. Sie wird typischerweise mit Programmierumgebungen wie Siemens TIA Portal programmiert und bildet das Rückgrat der industriellen Automatisierung.

Maschinenbau & SPS/PLC
// Im DetailSPS / PLC

Eine SPS (Speicherprogrammierbare Steuerung, englisch PLC für Programmable Logic Controller) ist ein industrietaugliches Steuergerät, das Maschinen und Anlagen in Echtzeit steuert. Sie arbeitet nach einem zyklischen Grundprinzip: Eingänge einlesen, Programm abarbeiten, Ausgänge setzen — und das deterministisch in fest definierten Zykluszeiten, oft im einstelligen Millisekundenbereich. Diese Echtzeitfähigkeit unterscheidet sie fundamental von einem normalen Computer und macht sie zum Rückgrat der Maschinensteuerung. Programmiert wird typischerweise in den Sprachen der IEC 61131-3: Kontaktplan (KOP), Funktionsbausteinsprache (FBS), Strukturierter Text (ST), Anweisungsliste (AWL) und Ablaufsprache (AS) — bei Siemens-Steuerungen im TIA Portal.

Lange Zeit war SPS-Code von moderner Softwareentwicklung abgeschnitten: proprietäre Projektformate, binäre Stände ohne sinnvolle Diffs, kein Versionierungs- oder Review-Prozess. Genau hier setzt Industrial DevOps an. Über Schnittstellen wie das Version Control Interface (VCI) und die Openness-API des Siemens TIA Portal lässt sich der Code in textbasierter Form exportieren, mit Git versionieren und in CI/CD-Pipelines einbinden — inklusive automatisierter Prüfungen und reproduzierbarer Builds.

Die Herausforderung bleibt die Zielumgebung: Eine SPS steuert physische Anlagen, ein fehlerhaftes Programm kann Maschinen beschädigen oder Menschen gefährden. Deployments erfolgen deshalb nur in Wartungsfenstern, nach Test — idealerweise per Hardware-in-the-Loop — und über kontrollierte Pfade wie OT-Proxy-Agents. Stolpersteine sind manuelles Programmieren direkt an der Maschine ohne Versionierung, fehlende Tests und die Vermischung von Steuerungs- und Sicherheitsfunktionen, die nach Norm getrennt gehören.

// Beispiele aus der Praxis2 Szenarien
/01

SPS-Code in Git mit echten Diffs

Ein Maschinenbauer exportiert TIA-Portal-Projekte über das VCI in textbasierte Quellen, versioniert sie in Git und erhält damit echte, lesbare Diffs sowie einen Review-Prozess für Steuerungsänderungen statt undurchsichtiger Binärstände.

/02

Automatisierte Konsistenzprüfung im Build

Eine CI-Pipeline prüft bei jedem Commit den exportierten SPS-Code auf Namenskonventionen, Bibliotheksversionen und Übersetzbarkeit, bevor ein Stand für ein Deployment im nächsten Wartungsfenster freigegeben wird.

// Häufige FragenFAQ
Was ist eine SPS (PLC)?
Eine SPS (Speicherprogrammierbare Steuerung, englisch PLC) ist ein robustes, industrietaugliches Steuergerät, das Maschinen und Anlagen deterministisch in Echtzeit steuert. Sie liest zyklisch Eingänge ein, arbeitet ein Programm ab und setzt Ausgänge — in fest definierten Zykluszeiten, oft im Millisekundenbereich. Programmiert wird sie nach der Norm IEC 61131-3, bei Siemens etwa im TIA Portal.
In welcher Sprache programmiert man eine SPS?
Die Norm IEC 61131-3 definiert fünf Sprachen: Kontaktplan, Funktionsbausteinsprache, Strukturierter Text, Anweisungsliste und Ablaufsprache. In der Praxis dominieren Kontaktplan für einfache Logik und Strukturierter Text für komplexere Algorithmen. Die Wahl hängt von Anlage, Team und Herstellerumgebung ab.
Kann man SPS-Programme wie normale Software versionieren?
Ja, sofern sich der Code textbasiert exportieren lässt, etwa über das Version Control Interface und die Openness-API des TIA Portal. Damit werden echte Diffs, Code-Reviews und CI-Prüfungen möglich. Das ist die Grundlage, um SPS-Entwicklung in moderne Industrial-DevOps-Prozesse einzubinden.
Worin unterscheidet sich eine SPS von einem Mikrocontroller?
Eine SPS ist ein robustes, industrietaugliches Gesamtsystem mit standardisierten I/O, zyklischer Abarbeitung und IEC-61131-3-Programmierung, ausgelegt für rauen Dauerbetrieb. Ein Mikrocontroller ist ein nackter Baustein, den Entwickler frei programmieren. Embedded DevOps adressiert eher Mikrocontroller, Industrial DevOps häufiger die SPS-Ebene.
// Nächster Schritt

Erstgespräch.
Kostenlos.
90 Tage zum Ergebnis.

Wir klären gemeinsam, wie Sie in 90 Tagen die ersten messbaren Industrial-DevOps-Erfolge erzielen.

Erstgespräch buchen
Seit 2006 · 47+ Projekte
Industrie · Automotive · Finance