Wofür wird Prometheus eingesetzt?
Prometheus ist ein Open-Source-Monitoring-System, das Metriken von Services und Infrastruktur sammelt und in einer Zeitreihendatenbank speichert. Zusammen mit Grafana als Visualisierungstool bildet es den De-facto-Standard für Monitoring in Kubernetes-Umgebungen.
Prometheus-Analyse im ArgoCD-WorkshopPrometheus ist ein Open-Source-Monitoring-System, das 2012 bei SoundCloud entstand und heute unter dem Dach der Cloud Native Computing Foundation (CNCF) gepflegt wird. Sein zentrales Merkmal ist das Pull-Modell: Prometheus ruft Metriken in definierten Intervallen aktiv von HTTP-Endpunkten der überwachten Ziele ab, statt darauf zu warten, dass diese ihre Daten senden. Die Daten landen in einer eigenen Zeitreihendatenbank und werden über die Abfragesprache PromQL ausgewertet.
In Kubernetes-Umgebungen hat sich Prometheus als De-facto-Standard etabliert, weil es über Service Discovery dynamisch erkennt, welche Pods und Services es abfragen muss — ein passendes Modell für ständig wechselnde Container. Für die Visualisierung wird Prometheus fast immer mit Grafana kombiniert, für die Alarmierung mit dem Alertmanager, der Benachrichtigungen bündelt und an Kanäle wie E-Mail oder Chat weiterleitet. Prometheus deckt damit die Metrics-Säule der Observability ab.
Für industrielle Anwendungen ist Prometheus attraktiv, weil es lizenzkostenfrei, gut integrierbar und auch in Edge-Szenarien einsetzbar ist. Ein häufiger Stolperstein ist die langfristige Datenhaltung: Prometheus ist auf relativ kurze Aufbewahrung ausgelegt, weshalb für historische Analysen oft ergänzende Lösungen wie Thanos oder Cortex eingesetzt werden. Auch eine zu hohe Kardinalität — etwa durch viele eindeutige Label-Werte — kann den Speicherbedarf sprunghaft steigen lassen und sollte beim Design der Metriken bedacht werden.
Kubernetes-Monitoring mit Prometheus und Grafana
Ein IT-Team betreibt den kube-prometheus-stack, um Auslastung, Fehlerraten und Latenzen aller Services automatisch zu erfassen. Grafana-Dashboards machen Engpässe sichtbar, der Alertmanager meldet Schwellwertverletzungen an das Team.
Edge-Metriken in der Fertigung
Ein Maschinenbauer exportiert Betriebskennzahlen seiner Edge-Gateways über einen Prometheus-Exporter. So fließen Verfügbarkeits- und Auslastungsdaten der Anlagen in dieselbe Monitoring-Plattform wie die IT-Services.
- Wie sammelt Prometheus seine Metriken?
- Prometheus arbeitet nach dem Pull-Prinzip: Es ruft in festen Intervallen HTTP-Endpunkte der überwachten Ziele ab, die ihre Metriken in einem definierten Textformat bereitstellen. In dynamischen Umgebungen findet es diese Ziele automatisch über Service Discovery.
- Was ist PromQL?
- PromQL ist die Abfragesprache von Prometheus. Mit ihr lassen sich Zeitreihen filtern, aggregieren und über Funktionen wie Raten oder Perzentile auswerten. PromQL-Ausdrücke sind die Grundlage für Grafana-Dashboards und für die Alarmregeln des Alertmanagers.
- Wo liegen die Grenzen von Prometheus?
- Prometheus ist auf kurzfristige Datenhaltung und einzelne Instanzen ausgelegt. Für langfristige Speicherung und globale Sicht über viele Cluster werden Erweiterungen wie Thanos oder Cortex genutzt. Außerdem kann hohe Label-Kardinalität den Ressourcenbedarf stark erhöhen.
Erstgespräch.
Kostenlos.
90 Tage zum Ergebnis.
Wir klären gemeinsam, wie Sie in 90 Tagen die ersten messbaren Industrial-DevOps-Erfolge erzielen.
Industrie · Automotive · Finance
