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Prometheus

// Direkte Antwort

Wofür wird Prometheus eingesetzt?

Prometheus ist ein Open-Source-Monitoring-System, das Metriken von Services und Infrastruktur sammelt und in einer Zeitreihendatenbank speichert. Zusammen mit Grafana als Visualisierungstool bildet es den De-facto-Standard für Monitoring in Kubernetes-Umgebungen. Seit Version 3.0 nimmt Prometheus Telemetriedaten auch nativ per OpenTelemetry (OTLP) entgegen.

Auch bekannt als: Prometheus Monitoring · PromQL · Prometheus und Grafana

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// Im DetailPrometheus

Prometheus holt sich seine Daten selbst. Jede überwachte Anwendung stellt unter einer HTTP-Adresse, meist /metrics, ihre aktuellen Messwerte als Text bereit. Prometheus ruft diese Adressen in festen Intervallen ab, etwa alle 15 Sekunden, und speichert jeden Wert mit Zeitstempel und Labels wie Service, Instanz oder Statuscode in seiner Zeitreihendatenbank. Für Software, die kein eigenes /metrics anbietet, übersetzen Exporter die Werte, etwa der Node Exporter für Linux-Server. Kurzlebige Batch-Jobs, die zum Abrufzeitpunkt schon beendet sind, schieben ihre Werte über das Pushgateway zu.

Ausgewertet werden die Daten mit PromQL, der Abfragesprache von Prometheus. Der Ausdruck rate(http_requests_total[5m]) liefert zum Beispiel die Anfragen pro Sekunde, gemittelt über fünf Minuten, und lässt sich nach Labels filtern und summieren. Aus denselben Ausdrücken baut Grafana seine Dashboards, und Prometheus wertet sie als Alarmregeln aus. Schlägt eine Regel an, übernimmt der Alertmanager, der zusammengehörige Alarme bündelt und an E-Mail, Chat oder Rufbereitschaft weiterleitet.

Entstanden ist Prometheus 2012 bei SoundCloud, seit 2016 gehört es zur Cloud Native Computing Foundation (CNCF). In Kubernetes ist es der verbreitete Standard, weil es über Service Discovery selbst erkennt, welche Pods gerade laufen, und neue Container ohne Konfigurationsänderung abfragt. Im November 2024 erschien Version 3.0 als erster Major-Release seit sieben Jahren, mit neuer Oberfläche, UTF-8 in Metrik- und Labelnamen, Remote Write 2.0 und einem Empfänger für OpenTelemetry-Daten über OTLP. Aktuell ist die 3.x-Linie, mit Version 3.13 als Long-Term-Support-Release (Stand: September 2026). Teams können damit herstellerneutral mit OpenTelemetry instrumentieren und Prometheus trotzdem als Backend behalten.

Für industrielle Anwendungen spricht, dass Prometheus keine Lizenzkosten hat und auch auf einem Edge-Server neben der Linie läuft. Zwei Grenzen sollten Sie vorher kennen. Prometheus hält Daten standardmäßig 15 Tage und ist als einzelne Instanz gebaut, für Jahresvergleiche und eine Sicht über mehrere Werke kommen Erweiterungen wie Thanos, Cortex oder Grafana Mimir dazu. Die zweite Grenze ist die Kardinalität. Wer die Seriennummer jedes Werkstücks als Label speichert, erzeugt für jedes Teil eine neue Zeitreihe, und der Speicherbedarf wächst mit der Produktionsmenge.

// Beispiele aus der Praxis2 Szenarien
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kube-prometheus-stack für alle Services eines Clusters

Ein IT-Team überwachte seine Kubernetes-Services mit einzelnen Skripten, die nur prüften, ob ein Pod lief. Es installiert den kube-prometheus-stack, der Prometheus, Alertmanager, Grafana und fertige Regeln für Kubernetes mitbringt. Auslastung, Fehlerraten und Latenzen aller Services erscheinen ohne weitere Konfiguration in Dashboards, und der Alertmanager meldet steigende Fehlerraten, bevor Nutzer anrufen.

/02

Edge-Gateways liefern Anlagendaten in dieselbe Plattform

Ein Maschinenbauer führte Verfügbarkeitsdaten seiner Anlagen in einer eigenen Datenbank, getrennt vom IT-Monitoring. Er lässt einen Prometheus-Exporter auf den Edge-Gateways laufen, der Betriebsstunden, Stillstände und Auslastung als Metriken bereitstellt. Anlagen- und IT-Daten liegen jetzt in derselben Plattform, und ein Dashboard zeigt, ob ein Stillstand mit einem Ausfall im Netzwerk zusammenfällt.

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Ist Prometheus der richtige Weg für Sie?

Prometheus ist der De-facto-Standard für Metriken und Alerting — der beste Einstieg hängt an Ihrem Stand und Ziel. Zwei Klicks geben die Richtung.

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// Häufige FragenFAQ
Wie sammelt Prometheus seine Metriken?
Prometheus arbeitet nach dem Pull-Prinzip: Es ruft in festen Intervallen HTTP-Endpunkte der überwachten Ziele ab, die ihre Metriken in einem Textformat bereitstellen. In dynamischen Umgebungen wie Kubernetes findet es diese Ziele über Service Discovery. Für kurzlebige Batch-Jobs gibt es das Pushgateway, an das die Jobs ihre Werte vor dem Beenden senden.
Was ist PromQL?
PromQL ist die Abfragesprache von Prometheus, mit der sich Zeitreihen filtern, aggregieren und über Funktionen wie rate oder histogram_quantile auswerten lassen. Ein Ausdruck wie rate(http_requests_total[5m]) liefert die Anfragen pro Sekunde über die letzten fünf Minuten. PromQL steckt hinter jedem Grafana-Panel auf Prometheus-Daten und hinter jeder Alarmregel.
Was ist der Unterschied zwischen Grafana und Prometheus?
Prometheus sammelt und speichert Metriken und wertet sie per PromQL aus, Grafana stellt diese Daten in Dashboards dar. Die beiden Werkzeuge ergänzen sich und laufen in den meisten Kubernetes-Setups gemeinsam, etwa im kube-prometheus-stack. Grafana kann daneben weitere Datenquellen wie Loki, InfluxDB oder SQL-Datenbanken anzeigen.
Wo liegen die Grenzen von Prometheus?
Prometheus ist auf kurze Datenhaltung und einzelne Instanzen ausgelegt, die Standard-Aufbewahrung liegt bei 15 Tagen. Für Langzeitspeicherung und eine globale Sicht über viele Cluster kommen Thanos, Cortex oder Grafana Mimir dazu. Außerdem erhöhen Labels mit sehr vielen unterschiedlichen Werten, etwa Nutzer-IDs oder Seriennummern, den Speicherbedarf stark.
Was ist neu in Prometheus 3?
Prometheus 3.0 erschien im November 2024 als erster Major-Release seit sieben Jahren. Es bringt eine neue Oberfläche, einen nativen OTLP-Empfänger für OpenTelemetry-Daten, UTF-8 in Metrik- und Labelnamen und Remote Write 2.0. Bestehende Konfigurationen laufen weitgehend weiter, der Umstieg von 2.x erfordert vor allem einen Blick in den Migrationsleitfaden.
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// Quellen und Referenzen3 Quellen

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